Logo der Industrial Workers of the World

Die IWW ist eine basisdemokratische, von Arbeiter_innen geführte weltweite Gewerkschaft für alle Arbeiter_innen an allen Arbeitsplätzen.
Engagiert in der Organisierung in unseren Betrieben und unserem sozialen Umfeld.

Gegründet 1905, stehen wir zu unseren Prinzipien, dass die Klasse der Arbeiter_innen und die Klasse der Unternehmer_innen nichts gemeinsam haben und die Ausbeutung durch das Lohnsystem überwunden werden muss.
Durch Organisierung von unten, basierend auf Solidarität, formen wir die neue Gesellschaft in der Schale der Alten.

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Neuigkeiten

  • [:de]Hängematte statt Klimakrise[:]

    [:de]Hängematte statt Klimakrise[:]

    [:de]Über die aktuellen Umweltbewegungen, den Hass, der ihnen entgegen schlägt und warum ohne Arbeitszeitverkürzungen und Generalstreik kein Ende der Klimakatastrophe möglich ist.

    Vor etwas mehr als einem Jahr begann die junge Schwedin Greta Thunberg ihren Schulstreik und sorgt seither mit ihren Reden und ihrer konsequenten Haltung dafür, dass die Klimakrise nicht mehr so einfach verdrängt und verleugnet werden kann. Soziale Bewegungen wie fridays4future oder Extinction Rebellion und Umweltkatastrophen, wie die großflächigen Waldbrände in Sibirien oder dem Amazonas, lassen mehr und mehr Menschen erkennen, dass die Menschheit dabei ist, ihren eigenen Lebensraum zu zerstören.

    Zudem wird der Ruf nach Klimagerechtigkeit lauter, also dass diejenigen, die für die schwerwiegendsten Emissionen verantwortlich sind, nicht die Konsequenzen der Umweltzerstörung auf die Allgemeinheit abwälzen können. Oft sind diejenigen, die es besonders hart trifft, Menschen, die selbst kaum zu den Emissionen beitragen.

    Erfreulicherweise erkennen auch immer mehr organisierte Arbeiter*innen, wie dringlich Lösungen für diese Krise gefunden werden müssen. Bündnisse wie workers4future sind im Aufbau und immer häufiger wird ein Generalstreik für das Weltklima diskutiert. Kürzlich sind 130 Arbeiter*innen in Belfast radikal vorangegangen, haben die stillgelegte Werft besetzt und dem Staat mitgeteilt, dass sie das Werk nicht verlassen werden, bevor es nicht verstaatlicht und die Produktion auf Infrastruktur für erneuerbare Energie umgestellt wird.

    Gleichzeitig gibt es weiterhin diejenigen, die alles "Wir müssen den Fokus auf Gerechtigkeit lenken. Wenn es nicht möglich ist, Lösungen im bestehenden System zu finden, sollten wir das System an sich ändern." herunterspielen, um ihre Profite oder ihren Komfort gegen jegliche Art von Einschränkung im Namen des Klimaschutzes verteidigen. Schützenhilfe bekommen sie von enthemmten Spießgesell*innen, die hinter jeder Art von Klimaschutz eine Verschwörung wittern und die, einem paranoiden Wahn gleich, immer neue Wellen des Hasses entfachen. Diesen Hass zu spüren bekommen Menschen, die sich für eine sozial gerechte und auf die Umwelt achtende Gesellschaft einsetzen. Frauen werden dabei besonders oft und heftig angegriffen.

    Das Ausmaß dieses wahnhaften Hasses ist dabei so immens, dass es sich lohnt, über die Ursachen nachzudenken. Warum entsteht bei vielen Menschen so viel Wut beim Gedanken, weniger Auto zu fahren, mit dem Flugzeug zu fliegen oder Fleisch zu essen, um ein Überleben auf diesem Planeten zu ermöglichen?

    Manche sicher, weil sie mitbekommen, wie Kraftwerksbetreiber, Industrie oder Frachtwirtschaft aufgrund ihrer politischen Macht fast ungestört weiter CO2 ausstoßen können. Andere sehen ihr Einkommen oder ihren Profit gefährdet.
    Und viele drehen durch, weil sie spüren, dass das Leben in dieser Gesellschaft ohne Konsum unerträglich wäre. Die tägliche Entfremdung und all die Entsagungen, die ein Mensch durch Ausbeutung und Fremdbestimmung am Arbeitsplatz oder Arbeitsamt erdulden muss, ist ohne die kleinen materiellen Freuden des Alltags kaum auszuhalten. Kein Wunder also, dass Leute rot sehen bei der Vorstellung, weitere Entbehrungen erleben zu müssen.

    Diese latente Wut wird auch von Politiker*innen aktiviert, um autoritäre Maßnahmen gegen ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen oder Grundrechte außer Kraft setzen zu können. So appellieren sie an dieses Gefühl der Entsagung, wenn sie von „hart arbeitenden Menschen“ schwadronieren, die angeblich von bettelnden Menschen oder Demonstrationen belästigt würden.

    Es ist das permanente Wachstum und ein Kreislauf aus Ausbeutung und Konsum, der diesen Kaputtalismus am Laufen hält. Wir Menschen werden diesen abwickeln müssen, wenn wir auf diesem Planeten mit endlichen natürlichen Ressourcen überleben wollen. Durch Appelle an den Konsumverzicht wird uns das jedoch ebenso wenig gelingen wie mit einem „Green New Deal“ oder technologischen Innovationen wie dem Elektroauto.

    Es ist eine radikale gesellschaftliche Veränderung, die notwendig ist, um die große Klimakatastrophe zu verhindern. Um diese zu bewerkstelligen, brauchen wir Forderungen, die dem Wohl der Menschen genauso dienen wie dem Wohl der Natur. Ein solche Forderung ist die nach einer radikalen Verkürzung der Arbeitszeit: Vier-Stunden-Tage und acht Urlaubswochen müssen genauso ernsthaft in Betracht gezogen werden, wie ein die Existenz und die gesellschaftliche Teilhabe sicherndes Einkommen für alle.

    Denn die Reduktion der CO2-Emissionen wird nur durch Maßnahmen umsetzbar sein, die auf den ersten Blick mit einem Verlust an Komfort einhergehen, wie z.B. der Verzicht auf Auto und Flugreisen. Wenn wir aber weniger arbeiten müssen, sind wir auch eher bereit, zeitintensivere Wege zur Arbeit oder in den Urlaub in Kauf zu nehmen. Ohne Reduktion der Arbeitszeit bedeutet der Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel für viele eine noch größere Stressbelastung.

    Und erst wenn wir nicht mehr aus Angst vor der Armut irgendwelche Bullshit-Jobs annehmen müssen, erst wenn wir nicht mehr kuschen müssen, aus Angst nach einem Jobverlust auf der Straße zu landen, erst wenn wir nicht mehr täglich Ausbeutung und Entfremdung ausgeliefert sind, werden wir auch ohne Konsumrausch ein erfüllendes Leben haben.

    Es geht darum, das Hamsterrad der Lohnarbeit gegen die Freiheit, über das eigene Leben verfügen zu können, zu tauschen. Weniger Stress und weniger Wirtschaftswachstum, dafür mehr Zeit für Familie, Hobbies und Hängematte sowie die anderen Genüsse des Lebens.
    Diese Freiheit werden wir uns erkämpfen müssen und erzwingen können wir diese nur durch einen eskalierenden Earth Strike: Einen sich auf möglichst viele Länder ausbreitenden Streik, der Produktion, Transport und Care-Berufe, also Motoren und Rückgrat des Kaputtalismus, lahmlegt und ein Weitermachen verunmöglicht.

    Angesichts der politischen Lage haben wir hinsichtlich dieses Vorhabens wenig Grund für Optimismus. Aber dennoch ist es unsere einzige Chance auf ein gutes Leben, denn das alternative Szenario erinnert an einen dystopischen Endzeit-Thriller: steigende Meeresspiegel, Ressourcen- und Trinkwasserknappheit, Schwinden des bewohnbaren Landes, Gewalt gegen Arme und Geflüchtete, Krieg um zu Ende gehende Ressourcen.[:]

  • [:de]SOLID! 3/2019[:]

    [:de]SOLID! 3/2019[:]

    [:de]Die dritte Ausgabe der SOLID! (Flugschrift der IWW) ist erschienen. Gerne schicken wir euch ein oder mehrere Exemplare zu.

    Zum Download der aktuellen und älteren Ausgaben geht es hier. 

    Aus dem Inhalt:

    • Hängematte statt Klimakrise!
    • Buchrezensionen „Umwege des Lebens“ und „Wobblies  Politik und Geschichte der IWW“
    • Lasst uns die Bulldozer blockieren!

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  • [:de]Organisieren im 21. Jahrhundert – Ein Interview mit der IWW Freelancers Journalists Union[:]

    [:de]Organisieren im 21. Jahrhundert – Ein Interview mit der IWW Freelancers Journalists Union[:]

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    Lest im Interview des Industrial Worker mit der IWW Freelancer Journalists Union nach, wie man die Arbeiter*innen klasse im 21. Jahrhundert organisieren kann (leider nur auf Englisch).

    Der Industrial Worker erscheint seit 1907 einmal im Quartal und ist das Magazin der IWW Nordamerikas. Seit Kurzem hat der IW einen schicken neuen Blog!

     

    Hier zum Interview!

    Hier nochmal zur Homepage der Freelancer Journalists Union!

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  • [:de]SOLID! 2/2019[:]

    [:de]SOLID! 2/2019[:]

    [:de]Die zweite Ausgabe der SOLID! (2/2019) ist erschienen.

    Diesmal unter anderem mit:

    • Atemlos durch den Tag
    • Schwerpunkt Arbeitswelt in Wort und Bild
    • One Big Union – keine Lust mehr am kürzeren Ast zu sitzen?

    Hier geht es zum Download, gedruckte Exemplare senden wir euch gerne kostenlos zu.[:]

  • [:de]Atemlos durch den Tag[:]

    [:de]Atemlos durch den Tag[:]

    [:de]

    Am Ende des Tages bleibt frau* kaum Zeit und Kraft zum Kämpfen. Wobblies leben Solidarität im Alltag und schaffen Räume zur Selbstermächtigung.
    Der Terminkalender ist voll, die To do Listen aller Art stapeln sich. Du hetzt von einem Ort zum nächsten und nirgends bist du gefühlt ausreichend produktiv. Überall bleibt was liegen oder kommt noch mehr dazu. Das Gefühl der Überforderung und Unzulänglichkeit steigt, während die essentiellen Dinge nicht mehr funktionieren. Durch den Wunsch endlich mal wieder was abzuhaken oder weiterzubringen, um sich scheinbar nützlich zu fühlen, werden die Prioritäten zunehmend verschoben. Anstatt die Notbremse zu ziehen, läufst du weiter im Hamsterrad und der Aufwand zu vertuschen, wie schlechts dir damit geht oder was du an Grundlegendem nicht mehr schaffst übersteigt langsam den Aufwand des Eigentlichen.
    Aber umso größere ein Wäscheberg wird, umso länger das Privatleben vernachlässigt wurde, umso mehr Mahnbriefe zu Hause liegen, umso größer der psychische Druck oder die gesundheitliche Belastung, umso schwieriger erscheint die Bewältigung des Ganzen und und umso eher wird es weiterverschoben. Denn eine Ladung Wäsche, eine seit einer Woche ausständiges Gespräch, eine unbezahlte Rechnung oder ein Arzttermin, das lässt sich jeweils noch etwas leichter in einen vollgestopften Alltag reinquetschen, als wenn es sich bereits summiert hat und die Dinge seit Wochen oder Monaten brachliegen. Früher oder später ist es einfach zuviel und ist allein nicht mehr zu schaffen. Es wird weiter verschoben und die Situation verschlimmert sich zunehmend.
    Tarnen und Täuschen wird Bestandteil des Alltags. Denn natürlich steigt die Scham. Denn alle anderen kriegen doch auch alles hin. Der immer frische Kollege, der ständig Zusatzdienste übernimmt und noch Zeit für Sport und Familienausflüge hat. Die politisch engagierte Kollegin, die auf keiner Demo oder Sozialinitiative fehlt, sich vorbildlichst um ihre geretten Hunde und Katzen kümmert und neben dem Job auch noch studiert. Die Liste der super funktionierenden Menschen mit denen man sich vergleichen kann ist endlos. Die haben alles im Griff. Die sind immer gut drauf und voller Energie und pflegen bestimmt ein erfülltes Privatleben, führen einen tiptop Haushalt und haben sowieso ein total interessantes, hippes Leben, wie social media beweist. Deren Tag hat auch nur 24 Stunden und Rechnungen müssen die genauso bezahlen. Und die schaffen insgesamt viel mehr als ich. Es muss also an mir liegen. Ich muss mich optimieren.
    So drastisch das jetzt vielleicht klingen mag, aber im Grunde kennt jede*r dieses Gefühl. Vielleicht nicht immer, vielleicht weniger oder sogar mehr. Aber die Tatsache, dass die beruflichen und gesellschaftlichen Ansprüche ans Inviduum zunehmend steigen, ist unbestritten. Politische oder gesellschaftliche Entlastung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: die Ressourcen werden zunehmend nach oben umverteilt, sei es Zeit oder Geld. Gleichzeitig sind wir einer permanten Popkultur von scheinbar perfekten Menschen ausgesetzt und das neoliberale Mantra „Du kannst alles schaffen, wenn du willst“ prasselt aus allen Kanälen auf uns ein. Die Eigenverantwortung und Eigeninitiative auf Individualebene zur Verbesserung der eigenen Situation sind die Gebote der Stunde. Von Systemgrenzen, die die Einzelne zerstören, wird wenn überhaupt auf abstrakter Ebene gesprochen. Und somit bleibt jede mit ihrer Schande des Versagens alleine. Denn Schwäche zeigen ist im Zeitalter des allgegenwärtigen Präsentismus ein No go.
    Dieses Phänomen macht keinen Halt vor Geschlechtergrenzen, jedoch sind Frauen* weitaus stärker betroffen. Woran liegt das? Weiblich definierte Menschen werden bereits von klein auf dazu erzogen, sich für die Reproduktionsarbeit, also das Funktionieren des Zuhauses zuständig zu fühlen. Wenn diese Baustelle nun wie oben erwähnt auf der Strecke bleibt, ist die Scham bei Frauen* gemäß ihrer Sozialisation tendenziell größer. Auch später zeigen bestimmte propagierte Stereotypen vor, wie es sein soll. Dabei wird männlich definierten Menschen eine bestimmte Zielstrebigkeit und Fokus auf eine einzige, wichtige Sache wie zum Beispiel Karriere oder inzwischen auch Familie zugestanden, während die stereotype Superfrau alles unter einen Hut kriegt. Sie schmeißt den Haushalt, ist eine hippe Mama, die jedem noch so zeit-. und kostenaufwändigen Bobotrend Folge leistet und hat natürlich ihre Karriere auch voll im Griff. Nebst bei ist sie dank Yoga und Superfood schlank, gesund und nachhaltig. Angepasst an die jeweilige Subkultur nach Generation und/oder Ökonomie ist das Idealbild austauschbar: man ersetze alternative Trends durch, seinem Kind das neueste Smartphone kaufen können, Karriere durch bei der MA40 resolut und sprachkundig auftreten können und den Mann im Griff haben und Lifestyle durch Kunstfingernägel und Haarextensions. Der gesellschaftliche Druck auf Frauen* ist derselbe, die Inhalte variieren nur ein bisschen. Fakt ist, Frauen* müssen alle Bereiche abdecken, damit sie wertvolle, gute Frauen sind anstatt Rabenmüttern, Drecksschlampen, Schmarotzerinnen und Mimosen. Auf jeden Fall stark und funktional müssen sie sein, das ist das Credo und das zieht sich durch alle Schichten und Ideologien. Selbst in den offensten patriarchalen Familienstrukturen ist die Belastbarkeit der Frau* das Um und Auf, auch wenn es hier nicht mit der starken Powerfrau* identifiziert wird, sondern mit einem pflichtgemäßen, stillem Ertragen von Mehrbelastung und Demütigung. Die Hipsterbobofrau* erfährt jedoch genau dasselbe Konzept, wenn auch sehr sehr sehr abgeschwächt und im völlig anders gemustertem Kleid und in scheinbarer Emanzipation. Daraus folgt, keine Frau* ist heutzutage befreit und Frauenrechte erfahren momentan sogar mehr Rückschritte denn Fortschritte. Die bisherigen Einschnitte ins Arbeitsleben und in Sozialgesetze der rechten Regierung in Österreich treffen in ihren Auswirkungen vor allem Frauen*, der gesamte gesellschaftliche Druck lässt den Krieg gegen Frauen in Österreich dramatisch eskalieren (Stichwort tödliche Beziehungstaten) und gleichzeitig werden feministische Vereine und Schutzeinrichtungen politisch geschwächt und ökonomisch gekürzt. Der Kampf um Frauenrechte ist also bei weitem kein symbolischer traditioneller Akt, an dem ausreicht ein paar Nelken zu verteilen. Im Gegenteil, die Forderung des 8. Märzes sind aktueller denn je und die Liste muss sogar erweitert werden.
    In Anbetracht der Tatsachen, welchen Belastungen Frauen* quer durch die Gesellschaft ausgesetzt sind, mag es aussichtslos erscheinen dagegen anzugehen. Vor allem als Individuum. Hier verhält es sich allerdings gleich wie mit dem eingangs erwähnten Wäscheberg. Umso länger er nicht angegangen wird, umso größer wird er und irgendwo muss mal angefangen werden. Deswegen beginnen wir als IWW Wien im Kleinen, was aber für die Einzelne subjektiv sehr groß sein kann. Und das Wichtigste ist, wir tun es gemeinsam! Der 8. März ist ein guter Anlass praktische Solidarität verstärkt in den Vordergrund zu stellen. Es gehört zu unseren Grundsätzen als solidarische Gemeinschaft im Bedarfsfall füreinander da zu sein und uns ohne Scheu Hilfe vom Kollektiv zu holen. Denn wir wissen, es geht uns allen mal so, aber wir müssen nicht damit alleine stehen, so wie es uns das kapitalistische System vorgibt. Wir müssen uns nicht optimieren, um zu funktionieren. Wir wollen uns gegenseitig entlasten, um unsere kollektive Handlungssouveräntität zu erhöhen. In diesem Sinne kann sich jedes Mitglied vom Kollektiv praktische Solidarität erwarten, egal worum es geht. Natürlich gibt es kein Zauberrezept für jede Problemlage, aber viele Dinge sind auf mehreren Schultern ein Leichtes, während die einzelne Schulter darunter brechen kann. Ob das nun eine kaputte Waschmaschine ist, eine Umzugshilfe, ein belastender Behördengang oder einfach nur mal Einkaufen gehen, weil die Zeit dafür fehlt, die Palette von Dingen ist weit und was der Einen ein leichtes, kann für den anderen unüberwindbar sein. Was einer nicht schafft, können drei vielleicht locker schaffen. Wir werfen unsere Ressourcen zusammen und nutzen das Konzept der gelebten Solidarität im Alltag. So verstehen wir Gewerkschaft! Unbürokratisch füreinander da sein und das was uns die Arbeit und das Leben raubt stückweise mit kollektiver Kraft zurückerorben.
    Rund um den 8. März legen wir den Fokus auf die Mehrfachbelastung der Frauen* und daher werden die männlichen Mitglieder den weiblichen Mitgliedern im Alltag Erleichterung verschaffen, in dem sie ihnen nach Wunsch und Bedarf etwas abnehmen oder Gutes tun. Ob das nun Kinderbetreuung ist, um an Protestaktionen teilzunehmen oder einfach mal abzuschalten, ob es ein Wohnungsputz ist, oder ein Mittagessen zum Arbeitsplatz gebracht, die männlichen Wobblies sind im Einsatz für die weiblichen Mitglieder. Denn Symbolik allein schafft keine Entlastung, es braucht praktische Solidarität und gemeinsames Handeln. Die scheinbar banalen und kleinen Dinge sind es, die den großen Unterschied machen können. Deshalb rücken wir Solidarität in den Fokus und packens zusammen an. Weil wir nicht alleine (verantwortlich) sind!

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  • [:de]SWÖ KV Verhandlungen 2019[:]

    [:de]SWÖ KV Verhandlungen 2019[:]

    [:de]Bei den SWÖ KV Verhandlungen hat sich das alljährliche Spielchen wiederholt. Darum der Artikel von 2018 dazu 😉

    Hier geht es zum Artikel![:]

  • [:de]SOLID! 1/2019[:]

    [:de]SOLID! 1/2019[:]

    [:de]Die erste Ausgabe der SOLID! erscheint die nächsten Tage. Ihr könnt sie euch schon runterladen und lesen. Gerne schicken wir euch auch gedruckte Exemplare zu.

    Aus dem Inhalt:

    • Das Gleich im Gewicht fehlt nachwievor
    • Notwehr und Utopie
    • Eigentum und Esterházy
    • Gemeinsam kämpfen lernen
    • Keiner wollte Polzist werden
    • Arround the World

    20190209 Solid 1-19 Version 1[:]

  • [:de]SWÖ-KV: Es geht nicht um Anerkennung[:]

    [:de]SWÖ-KV: Es geht nicht um Anerkennung[:]

    [:de]Niedlich, jetzt behaupten die Chefinnen und Chefs der Sozialwirtschaft doch glatt, dass ihre Beschäftigten gar keine 35-Stunden-Woche und 6%-Lohnerhöhung wollen, sondern nur ein bisserl symbolische Anerkennung. Ob sie sich das auch vor den versammelten Belegschaften ihrer Betriebe zu behaupten trauen?
    Gerade Unterbezahlung und Überarbeitung gehören zu den größten Belastungen für die Menschen, die in dieser Branche arbeiten.
    Und das wissen sie auch.
    Aber es wär ja kein „Arbeitgeber“-Verband, würde er nicht versuchen, mit zynischer PR ein bisserl spalten zu wollen.

    Zur Presseaussendung des SWÖ[:]

  • [:de]8. März: Wir tun was gegen deinen Stress[:]

    [:de]8. März: Wir tun was gegen deinen Stress[:]

    [:de]Du kommst abends von der Arbeit nach Hause. Hungrig, müde und wissend, dass da noch ein weiterer Brocken Arbeit wartet. Du hast den ganzen Tag noch nichts vernünftiges gegessen. Einfach weil du weder die Zeit, noch die Ruhe dafür hattest. Wenn du ein schulpflichtiges Kind hast, freust du dich über jeden Tag ohne Hausaufgaben. Denn dann kannst du die kurze Zeit, die ihr gemeinsam habt, auch mal was Schönes gemeinsam machen. Sofern die Zeit dafür bleibt. Es gilt ja noch das Abendessen zu machen und das Geschirr will auch gewaschen werden. Da ist dann auch noch der Mistkübel, der fast übergeht und der Wäschekorb, der sich ihm anschließt. Am Ende des Tages bist du am Ende deiner Kräfte angelangt, am Ende der To-Do-List aber nicht. Und am nächsten Tag geht’s von vorne los.


    Es ist dies der frustrierende Alltag der lohnabhängigen Menschen. Es gäbe genug Schultern, auf denen die Arbeit verteilt werden könnte. Und genug Arbeit, die völlig nutzlos ist und daher nicht getan werden müsste. Aber weil sich die Wirtschaft um die Profite der Eigentümer*innen dreht und nicht um uns, müssen wir uns jeden Tag aufs Neue durch den Tag hetzen.

    Während in den Medien der Lifestyle zelebriert wird, sind diese allgegenwärtige Zeitnot, die niemals endende Liste an Erledigungen und das wachsende Kontominus der unglamouröse Alltag für sehr viele lohnabhängige Menschen. Frauen* und genderqueere Personen sind diesem Druck besonders stark ausgesetzt, da sie sowohl in der Arbeit, als auch zu Hause benachteiligt werden und umso härter schuften müssen, um die anstehenden Rechnungen bezahlen zu können. Aber nicht nur die Angst vor dem Jobverlust und der Verschuldung schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen. Oft sind es gerade auch die gesellschaftlichen Erwartungen, die schnippischen Bemerkungen der Eltern, der Tratsch der Nachbarschaft und nicht zuletzt der eigene Anspruch an ein lebenswertes Leben.

    [quote color=“color1″]Als solidarische Gewerkschaft sehen wir es als unsere ureigenste Aufgabe, uns gegenseitig solidarisch zu unterstützen und so das Leben einfacher zu machen. Gemeinsam kämpfen wir dafür, dass unsere Hamsterräder eines Tages am Misthaufen der Geschichte verrotten. Aber wir warten nicht auf diesen Tag, sondern fangen jetzt an, eine Kultur der Solidarität im Alltag aufzubauen. Jedes Mitglied kann sich mit einem Anliegen an die anderen Wobblies wenden, um Unterstützung zu bekommen. Es ist egal worum es geht, wir werden versuchen, gemeinsam einen Ausweg zu finden.[/quote]


    Egal ob es um Hilfe beim Übersiedeln, eine Begleitung bei einem unangenehmen Amtsweg oder den aus Zeitmangel seit Wochen aufgeschobenen Wohnungsputz geht. Wir suchen nach einer Lösung. Du brauchst jemand, der auf dein Kind aufpasst? Melde dich! Du musst Sperrmüll zum Mistplatz bringen? Gib uns Bescheid! Es geht sich alles hinten und vorne nicht mehr aus? Wir nehmen dir was ab!

    Gemeinsam geschultert, sind die Lasten des Alltags deutlich leichter. Wir sind dabei, eine Struktur aufzubauen, die es allen Mitgliedern ermöglicht, unbürokratisch und anonymisiert nach Unterstützung zu fragen. Denn der Sinn einer Basisgewerkschaft ist nicht, das Hamsterrad der Mitglieder durch unbezahlten Aktivismus noch weiter zu beschleunigen, sondern das Leben leichter zu machen!

    [iconic_box color=“color1″ icon=“icon-star“ align=“left“]Los gehen wird es am 8. März 2019. Wir nehmen den internationalen Frauenkampftag zum Anlass für Solidarität im Alltag. An diesem Tag sprechen wir gezielt die weiblichen und genderqueeren Wobblies an, uns mitzuteilen, was ihnen konkret den Alltag erleichtern könnte und mehrere männliche Wobblies werden sich um diese Anliegen kümmern. Vom Papierkrieg bis zum Haushalt. Nicht als symbolischer Akt, der einmal im Jahr wie das traditionelle Muttertagsfrühstück inszeniert wird. Sondern für eine konkrete Entlastung, damit sie am 8. März auch Zeit und Kraft zum Protestieren haben und als Zündfunke für eine Kultur der gegenseitigen, solidarischen Hilfe.[/iconic_box]

     

    Zusammen sind wir weniger allein. Auch im Alltag, auch im Kampf gegen das Patriarchat.

     

    Darum fragen wir konkret! Was würde dir am 8. März helfen?

     

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  • [:de]Visioning 2019[:]

    [:de]Visioning 2019[:]

    [:de]Das jährliche Visioning der IWW findet am 03.02.2019 statt (nur für Mitglieder).

    Hier geht es zur Anmeldung: 

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