Logo der Industrial Workers of the World

Die IWW ist eine basisdemokratische, von Arbeiter_innen geführte weltweite Gewerkschaft für alle Arbeiter_innen an allen Arbeitsplätzen.
Engagiert in der Organisierung in unseren Betrieben und unserem sozialen Umfeld.

Gegründet 1905, stehen wir zu unseren Prinzipien, dass die Klasse der Arbeiter_innen und die Klasse der Unternehmer_innen nichts gemeinsam haben und die Ausbeutung durch das Lohnsystem überwunden werden muss.
Durch Organisierung von unten, basierend auf Solidarität, formen wir die neue Gesellschaft in der Schale der Alten.

Nächste Veranstaltungen

Neuigkeiten

  • Heißer Herbst abgeblasen, wieder einmal

    Heißer Herbst abgeblasen, wieder einmal

    Der ÖGB ist offenbar der Meinung, mit den 3,46 % für die Metaller ist die Ankündigung erfüllt, dass bei den KV-Verhandlungen alles „zurückgeholt“ wird. Heißer Herbst also abgeblasen, 12h-Tag bleibt unangetastet. Wir hingegen sind immer noch der Meinung: 4 Stunden sind genug!

  • Salzburg: Widerstand bleibt notwendig!

    Salzburg: Widerstand bleibt notwendig!

    Ein Beitrag von Mitgliedern der IWW in Salzburg zum EU-Gipfel 2018.


    Am 20. September 2018 trafen sich die Staats- und Regierungschef*innen im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zum informellen Treffen in Salzburg.

    Zentrale Themen waren „ein Europa, das schützt“ „innere Sicherheit“, „Schutz“ der EU-Außengrenzen und „Cybersicherheit“.

    Um dieses Treffen zu ermöglichen wurden Sperrzonen errichtet so wie der Luftraum überwacht. Zusätzlich belagerten unzählige Polizist*innen, Soldat*innen und sonstige Sicherheitskräfte die Stadt und sorgten für eine Verschlechterung im Alltag vieler Arbeitnehmer*innen. Um rechtzeitig am Arbeitsplatz anzukommen musste man früher aufstehen, da der Personenverkehr umgeleitet wurde. Aufgrund der hohen Polizeipräsenz kam es auch vermehrt zu Polizeikontrollen am Bahnhof, was ebenfalls zu Verspätungen in der Arbeit führen konnte.

    Beim EU-Gipfel werden zwei Seiten derselben Medaille verhandelt: Die brutale Abwehr von Flüchtenden und Migrant*innen nach außen und im Inneren Aufrüstung, Überwachung und mehr soziale Kontrolle sowie die Disziplinierung aller marginalisierter Menschen.

    Da der Kurs aller EU-Regierungen zurzeit durch eine Abschiebungs- und neoliberale Ausbeutungspolitik bestimmt wird, haben wir uns entschlossen diesem rechts-konservativen Ungerechtigkeitsgipfel entgegenzustellen.

    Während die EU-Regierungschef*innen abseits der Öffentlichkeit über die Zukunft der Menschen innerhalb und außerhalb der EU-Grenzen entschieden, gingen mehr als tausend Demonstrant*innen auf die Straße. Den Repressionsorganen des Staates missfiel dies sehr, und so zeigten sie sich wieder von ihrer „besten“ Seite. Sie begannen wahllos vermeintliche Straftäter*innen einzukesseln und zu kontrollieren und im weiteren Verlauf mit reichlich Pfefferspray anzugreifen.

    Die Bilanz: ca. 40 verletzte Personen und 5 Festnahmen, von denen zumindest eine durch die Hilfe solidarischer Demonstrant*innen verhindert werden konnte. Um ihren unverhältnismäßigen Einsatz zu rechtfertigen und kritische Stimmen einzuschüchtern, wurde gegen einen Aktivisten vorläufig U-Haft verhängt.

    Jedoch lassen wir uns nicht so einfach einschüchtern und stellen uns mehr denn je gegen Ausbeutung am Arbeitsplatz, Kürzungen der Sozialleistungen und das Hetzen gegen migrantische Arbeiter*innen.

    Für eine solidarische Gesellschaft, frei von Ausbeutung und Unterdrückung!

  • 101 Organizer*innentraining – Baue das Komitee auf

    101 Organizer*innentraining – Baue das Komitee auf

    In diesem zweittägigen Training werden von erfahrenen Trainer*innen der IWW die Grundlagen des Organizings vermittelt. Z.B. Wie komme ich ins Gespräch? Was sind die wichtigen Themen bei dir am Arbeitsplatz? Wie baue ich Vertrauen auf? Wie achte ich auf meine persönlichen Ressourcen und vor allem wie funktioniert erfolgreiches Orgainzing?

    Am 15. und 16. Dezember 2018 in Wien.

    Der Workshop steht allen Mitglieder der IWW offen. Hier geht es zur Anmeldung!

  • SOLID! Nr. 3/2018 ist erschienen

    SOLID! Nr. 3/2018 ist erschienen

    Die neue Ausgabe der Flugschrift (SOLID! Nr. 3/2018) könnt ihr euch ab sofort runterladen. Gerne schicken wir euch ein oder mehrere Exemplare zu.

    Diesmal mit folgenden Themen: Für mehr heiß im Herbst/Interview Gender und Arbeitskampf/Schluss mit der Einschüchterung/Knastsklaverei beenden/Handeln statt schimpfen/Demonstration der Arbeitslosen.

    Hier geht es zum Download!

  • Wie organisiere ich meinen Arbeitsplatz?

    Wie organisiere ich meinen Arbeitsplatz?

    Schlechte Planung, ist die Planung einer Niederlage!

    Du hast ein Problem. Wo fängst du an? Einige Leute attackieren lauthals ihren Boss oder bekommen einen Wutanfall nachdem sie unfair behandelt wurden. Das kann sehr gefährlich sein. Das Management achtet sehr genau darauf seine Macht zu schützen und wenn du ihre Autorität in Frage stellst, wirst du zur Bedrohung. An den meisten Arbeitsplätzen bist du ab dem Moment ein Provokateur in den Augen der Unternehmensführung. Wenn du dich vorher noch nie aufgelehnt hast, wirst du geschockt, verletzt oder wütend darüber sein wie schnell das Management sich gegen dich wenden wird. Das ist ein guter Grund um vorsichtig dabei zu sein, wenn du anfängst mit anderen zu reden.

    Während der ÖGB seine Mitglieder lediglich Beitrittsformulare unterschreiben lässt, um dann für sie zu verhandeln, orientiert die IWW darauf, Kol-
    leg*innen für ihre betrieblichen Auseinandersetzungen zu rüsten. IWW-Mitglieder unterstützen einander und ihre Kolleg*innen im täglichen Kampf, bei kleinen und großen Aktionen auf Betriebsebene.
    Weitere Infos zum Thema Organizing findest du hier.

    Für Herbst 2018 ist ein weiteres Organizer*innentraining in Wien geplant. Mitglieder können sich hier unverbindlich voranmelden.

  • Demoaufruf

    Demoaufruf

    Aufruf zur Demo: „Nein zum 12-Stunden-Tag“.

    Gegen den Angriff von oben hilft: zusammenhalten, solidarisieren – und auf die Straße gehen!

    https://www.facebook.com/events/244778982741665/

    Treffpunkt der IWW Wien ist, Westbahnhof, Eingang Vapiano, um 14:00 Uhr.

  • Erste Strategiekonferenz im deutschsprachigen Konferenz erfolgreich beendet!

    Erste Strategiekonferenz im deutschsprachigen Konferenz erfolgreich beendet!

    Am Wochenende vom 19.-20. Mai 2018 fand die erste Strategiekonferenz der IWW im deutschsprachigen Raum statt. Zahlreiche Wobblies aus Österreich, der Schweiz und Deutschland trafen sich in Hamburg. Wir haben sowohl über unser Gewerkschaftsverständnis diskutiert als auch Aktionsfelder für unsere zukünftige Praxis abgesteckt. Diese verorten wir in den Bereichen Gesundheit und Soziales, Logistik und der kollektiven Selbsthilfe.

  • I’m a better anarchist than you

    I’m a better anarchist than you

    Am 07.05.2018 durften wir einen wunderbaren und unterhaltsamen musikalischen

    Abend mit Fellow Worker David Rovics genießen. David Rovics spielte im Rahmen seiner Ballad of a Wobbly World Tour, auf Einladung der IWW Wien, im Cafe Carina aktuelle Titel seines neuen Albums, sowie einiger seiner Klassiker, wie z.b. I’m a better anarchist than you

    In seinen sozialkritischen Liedern singt David Rovics gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe seiner Songs die Geschichte sozialer Bewegungen zu erzählen und historische Personen und Ereignisse vor dem Vergessen zu bewahren.

    https://davidrovics.bandcamp.com/

    Eine Rezension seines Albums findet ihr auch in der SOLID! Nr. 1-2018

  • Uber und der neoliberale Fortschritt

    Uber und der neoliberale Fortschritt

    (von X 370348)

    Uber ist vorübergehend eingestellt, und die Lager brodeln. Zuerst haben die Taxler*innen gegen den Konzern gestreikt und nun hat eine Taxifirma eine einstweilige Verfügung erwirkt, die Uber auch hier endgültig verbieten könnte. Die Frage scheidet die Geister. Ein Aspekt, der im medialen Mainstream jedoch, wenn überhaupt, nur am Rande aufblitzt, ist die Seite der Fahrer*innen.

    Arbeiten ohne ausreichenden Versicherungsschutz, mit eigenen Arbeitsmitteln und Löhnen weit unterm Mindeststandard: Wiener Normalzustand? Für viele Arbeiter*innen ohne österreichische Staatsbürgerschaft ist es das. Denn die Arbeitserlaubnis öffnet noch lange nicht die Pforte in ein Arbeitsverhältnis mit Versicherungsschutz. Doch gerade bei den meisten „typisch migrantischen“ Jobs wird risikoreiche Arbeit ausgeübt, weil es keine anderen Stellen für sie gibt. „Mein Führerschein ist mein einziger hier anerkannter Abschluss„, erzählt exemplarisch für viele ein Akademiker aus Syrien gegenüber der IWW Wien und transportiert Nacht für Nacht Personen ohne Ruhezeit, Pausenrecht und Versicherungsschutz durch Wien. Im Auftrag einer kleinen Mietwagenfirmen, die mit der Uber App arbeitet. Es gibt unzählige davon und sie unterscheiden sich nur minimal. In einem sind sie alle gleich: Sie treten gültiges Arbeitsrecht mit Füßen und schrauben die Ausbeutung auf ein Niveau, das sich nicht einmal Großkonzerne mit gekauften Betriebsräten mehr leisten könnten. Vor allem tun sie es mit einer Selbstverständlichkeit, weil „mit uns können sie es machen, sie glauben die Flüchtlinge kennen sich eh nicht aus„. Das mag in manchen Fällen auch stimmen, geflüchtete Menschen haben wohl oft andere Dinge im Kopf als Arbeitsrecht in der neuen Zwangsheimat.

    Fast alle Arbeiter*innen bei Mietwagenfirmen sind nur geringfügig oder knapp darüber gemeldet, arbeiten aber weit über Vollzeit. Im Idealfall bekommen sie das, was sie tatsächlich leisten, dann schwarz zusätzlich ausbezahlt – meistens aber nur einen kleinen Teil. Um Zuschläge oder Sonderzahlungen fallen sie ohnehin um. Natürlich betrifft dies nicht nur geflüchtete Menschen, denn immer mehr Menschen, egal ob geflüchtet oder nicht, sind hierzulande auf solche prekären Jobs angewiesen. Dazu zählen auch unzählige Lieferdienste, bei denen migrantische Arbeiter*innen mit privaten KFZ genauso unversichert und zu Niedrigstlöhnen der unteren Mittelschicht ihre abendlichen Pizzen liefern oder Nacht für Nacht die morgendliche Zeitung zustellen. Ein Komfort, der den Arbeiter*innen vieles kostet und alles kosten kann. Denn diese Arbeitsverhältnisse können verheerende Auswirkungen haben. Die Niedriglöhne und die ungesicherten Bedingungen treiben entweder langsam (Stichwort „working poor“) oder schlimmstenfalls sogar mit einem Schlag in die akute Armut. Was, wenn etwas passiert und horrende Krankenhauskosten zu blechen sind? Was, wenn Fahrzeug oder Führerschein abhandenkommen? Was, wenn man von einem Tag auf den anderen abgemeldet wird? Denn ohne Vertrag gibts natürlich auch keine Kündigungsfrist. Kaum jemand ohne anerkannten Abschluss (in manchen Bereichen auch mit einschlägigen Abschlüssen wie beispielsweise in den frauendominierten Teilzeitsümpfen Sozialbereich und Einzelhandel) schafft es heute noch irgendwo Vollzeit gemeldet zu sein, und dann auch noch lange genug, um AMS-Anspruch zu haben. Bleibt also die Mindestsicherung, die bekanntlich für geflüchtete Personen auf unfassbare 500 Euro reduziert werden soll, die generell immer schwieriger zu beziehen ist und für die die Wartezeit sich Monate hinzieht. Für eine Delogierung kann in Wien auch schon ein Monat ohne Einkommen reichen. Zum Erfrieren im Winter eine Nacht. Und die Masse der „working poor“ in Österreich wächst.

    Vieles davon geschieht in einer Subgesellschaft, in der Altimmigrierte, die jahrzehntelang nie eine Chance zum sozialen Aufstieg bekamen, jetzt untere Mittelschicht zu bleiben versuchen, indem sie Neuimmigrierte bis aufs Letzte auspressen, als wären sie im rechtsfreien Raum. Und betrachtet man die zuständige Interessensvertretung, dann trifft das beinahe zu. Doch die Gewerkschaften in der sogenannten Sozialpartnerschaft und deren Missachtung ihrer Basis und gesellschaftlicher Randgruppen stehen auf einem ganz anderen Blatt. Bezeichnend für die Verfasstheit unserer Gesellschaft ist, dass in der aktuellen Debatte rund um Uber die Arbeitsbedingungen in der Relation mit der Geschäftsschädigung der Taxifirmen kaum Platz einnehmen. In erster Linie heißt es Kund*innen vs. Kapitalkonkurrent*innen. Im innerkapitalistischen Disput um die Legalität, sind die Fahrer*innen der Spielball, die zwar nach aktueller einstweiliger Verfügung nicht mehr persönlich abgestraft werden, sondern die Firma selbst ist betroffen, jedoch zittern Hunderte nun um ihren Arbeitsplatz. Ob Uber es schaffen wird, die erforderlichen Auflagen für den Weiterbetrieb in Wien zu erfüllen, ist fraglich. Fakt ist, dass selbst, wenn der Konzern dies schafft, er niemals die Arbeitsbedingungen verbessern oder überhaupt komplett legalisieren wird. Denn die maximierte Ausbeutung via App ist Teil des Konzepts. Und wer kämpft gegen Uber? Die Konkurrenz wegen Preisdumping. Und wer kämpft für Uber? Die Nutzer*innen aus demselben Grund. Das Thema Scheinselbstständigkeit (noch harmloser kann mensch solche üblen Jobrahmen kaum formulieren – Danke GPA-djp übrigens…) wird zwar hie und da erwähnt, aber da gehts dann um die Steuern, die dem Staat entgehen. Die öffentliche Hand hat also ihre Lobby, und die Konkurrenzfirmen auch. Die, denen durch maximierte Ausbeutung am meisten gestohlen wird, die Fahrer*innen, haben keine Lobby.

    Denn wer sich Unterstützung oder gar Eigenorganisationsmöglichkeiten bei der offiziell zuständigen Gewerkschaft erhofft, wird bereits vom Webauftritt der GPA IG-Migration (der Interessensvertretungsbereich für in Österreich Arbeitende ohne inländische Staatsbürgerschaft) eines Besseren belehrt. Mensch findet dort eine Basisbroschüre über Arbeitsrecht auf Türkisch und BSK, einen Leitfaden für ausländische Studierende und einen Link zu einer Studie, die zeigt, dass Migrant*innen am österreichischen Arbeitsmarkt diskriminiert werden. Soweit so unnützlich für die große Masse der von zunehmender Ausbeutung betroffenen Menschen mit eher frischerem Migrationshintergrund, folglich anderen Sprachkenntnissen, die von Armut trotz Arbeit betroffen sind, und für die ein erschwerter Studienzugang eher ein weit entferntes Luxusproblem ist. Das Team der IG Migration besteht übrigens aus drei hauptamtlichen nichtmigrantischen GPA-Angestellten. Das erklärt natürlich auch die wesensfremde Themenfindung. Stellvertreter*innen- und Servicepolitik funktioniert also auch hier schon gar nicht. Eine Solidarisierung und Vernetzung der Betroffenen und etwaigen Unterstützer*innen ist das einzige, was helfen kann, um nicht ökonomisch und in der Perspektivenlosigkeit unterzugehen. Solange es genug Arbeiter*innen gibt, die diese Bedingungen hinnehmen, solange funktioniert auch dieses prekär übersteigerte Subsystem. Gibt es die aber nicht mehr, und immer mehr sagen bereits vorab Nein zum Raub ihrer Leistung, müssen die unzähligen Mietwagenfirmen und Zustellunternehmen die Bedingungen fairer gestalten. Ausgebeutete stellen immer eine Mehrheit, und werden sie sich derer erst bewusst, entdecken sie auch ihre Macht.

    Log out and join the union!

  • SOLID! Ausgabe 2 2018 erschienen

    SOLID! Ausgabe 2 2018 erschienen

    Die zweite Ausgabe der Flugschrift SOLID! der IWW Wien ist erschienen.

    Unter anderem mit folgenden Themen: 

    • Der Warnstreik! Ein Interview mit einer Fellow Worker und Mitglied eines Streikkomitees im Gesundheits- und Sozialbereich.
    • Erfolg für singende Kellner*innen.
    • Normalzustand Niedriglohn, Geflüchtete arbeiten oft ohne Rechte.
    • Wyh do we celebrate Mayday.
    • Couriers network formed.

    Die aktuelle Ausgabe könnt ihr hier herunterladen: Ausgabe2_2018

    Gerne schicken wir euch ein oder mehrere gedruckte Exemplare kostenlos zu. Schreibt uns einfach ein E-Mail an wien@iww.or.at.