Logo der Industrial Workers of the World

Die IWW ist eine basisdemokratische, von Arbeiter_innen geführte weltweite Gewerkschaft für alle Arbeiter_innen an allen Arbeitsplätzen.
Engagiert in der Organisierung in unseren Betrieben und unserem sozialen Umfeld.

Gegründet 1905, stehen wir zu unseren Prinzipien, dass die Klasse der Arbeiter_innen und die Klasse der Unternehmer_innen nichts gemeinsam haben und die Ausbeutung durch das Lohnsystem überwunden werden muss.
Durch Organisierung von unten, basierend auf Solidarität, formen wir die neue Gesellschaft in der Schale der Alten.

Nächste Veranstaltungen

Neuigkeiten

  • Solidaritätsaufruf!

    Liebe Kolleg*innen, liebe Genoss*innen, wir wenden uns an Euch wegen dem Fall des Kollegen Harald Stubbe, der gerade wegen der Skandalisierung der Arbeitsverhältnisse in der mobilen Pflege und Gründung eines Betriebsrates gekündigt wurde. Bitte leitet diese Mail auch alle möglichen Interessierten weiter.

    Zum Kontext: Der Kollege versuchte bei dem 8 köpfigen Unternehmen „Die Pflegeexperten“ einen Betriebsrat zu gründen, wurde dann aber mittels massiver, illegaler Behinderung und Drohungen durch die Geschäftsführung anschließend gekündigt. Das Vorgehen des Unternehmens ist für sich genommen bereits ein Skandal, steht jedoch auch stellvertretend für die Praktiken in der Branche. So berichtet Harald Stubbe: „Ich habe Windeln gewechselt, habe Insulin und Klexan oder Marcumar gespritzt, habe Verbände gewechselt und Wundversorgung gemacht. Künstliche Ernährung angelegt und Medikamente in eine Magensonde gespritzt oder die Beutel an künstlichen Darmausgängen gewechselt. Einiges hab ich mir aus YouTube-Videos angelernt.“ Hier wird nicht nur mit den Leben der zu betreuenden Personen gespielt, sondern auch die wichtige Arbeit durch die KollegInnen nahezu verunmöglicht. Die Profitinteressen der Unternehmen werden auch weiterhin so lange auf Kosten unserer Gesundheit gehen, wie sich nicht genug Kolleginnen und Kollegen organisieren. Gemeinsam mit anderen Initiativen wie dem bundesweiten Netzwerk „Care Revolution“ (http://care-revolution.org) oder Kolleg*innen im Sozial-, und Erziehungsdienst strebt die weltweite Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World eine solidarische Bewegung an, die sich diesen Entwicklungen entgegen stellt. Einen kleinen Teil dazu leistet der Kollege Harald Stubbe.

    Wir bitten euch eine Email an die Geschäftsführung des Unternehmens zu schreiben oder andere Soli-Aktionen zu starten. info@pflege-experten24.de

    Solibekundungen sind erbeten an: organizing@wobblies.org

  • IWW-Mitglied in Seattle bei Anti-Trump-Protesten niedergeschossen

    IWW-Mitglied in Seattle bei Anti-Trump-Protesten niedergeschossen

    Übersetzung der FAU. 

    Am Freitag, dem 20. Januar 2017, wurde in Seattle, USA, ein Gewerkschafter der „Industrial Workers of the World“ (IWW) bei einer Kundgebung gegen die Amtseinführung des Immobilien-Milliardärs Trump als US-Präsidentendarsteller und seiner publizistischen Helfer der rechtsextremen „Breitbart-News“ durch einen Schuss in den Bauch schwer verletzt. Die IWW rufen u.a. zu einem kurzfristigen Fundraising für die Behandlungskosten auf. Wir bitten alle LeserInnen, sich daran zu beteiligen.

    Der Angriff auf unseren Genossen von den IWW fand auf dem sog. „Red Square“ der University of Washington in Seattle statt. In der Uni sollte an diesem Abend Milo Yiannopoulos, einer der übelsten Schreiberlinge der sog. „Breitbart-News“ sprechen. Der Schütze, ein Täter aus dem Dunstkreis der sog. „weißen Suprematisten“ verletzte unseren Genossen bei Protesten gegen die ausgebuchte Veranstaltung durch einen Bauchschuss schwer. Der Wobbly befindet sich zwar nicht mehr in akuter Lebensgefahr, sein Zustand ist nach Angaben des „Harborview Hospital“ aber nach wie vor kritisch. Der Polizei gelang es, den Täter festzunehmen, sie ließ in kurzerhand wieder frei, nachdem der Breitbart-Fan behauptete, er habe „in Notwehr“ geschossen.

    In Seattle finden aktuell Mobilisierungen gegen diesen versuchten Mord an einem bekannten Antifaschisten und gegen das Pack statt, das im Zusammenhang mit der Amtseinführung von Trump und dem Aufstieg seiner rechtsextremen Sponsoren à la „Breitbart-News“ an die Schalthebel der Macht, derzeit nach oben geschwemmt wird.

    Darüber hinaus haben die IWW eine Fundraising-Kampagne gestartet, um die enormen Behandlungskosten unseres Genossen zu finanzieren. Wir rufen alle LeserInnen dazu auf, sich an diesem Fundraising zu beteiligen.

    Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen.

    Update 23. Januar 2017

    Nachdem das ursprüngliche Ziel des Fundraising, das Sammeln von USD 30.000 für die Behandlungskosten bereits nach weniger als einem Tag durch rund 600 Spenden erreicht worden ist und sich die Behandlung aufgrund der Schwere der Verletzung lange hinziehen wird, haben die IWW beschlossen, das Ziel auf USD 40.000 zu erhöhen. Mittel, die evt. nicht benötigt werden, sollen einem Solidaritätsfond für andere Protestierende gegen die Amtseinführung von Trump (#J20) zukommen.

  • Mitglied der IWW gekündigt…

    Folgend ein Kurzbericht eines unserer Mitglieder über die fristlose Kündigung vor zwei Tagen in Frankfurt, bei einem Pflegedienst in der mobilen Altenpflege.


    Pflegeexperten? Als ich im März 2015 in dem Laden angefangen habe, hatte ich von Pflege keine Ahnung. Heute fast zwei Jahre später ist das weitestgehend noch immer so. „Kein Problem“, sagte die Chefin, „ich zeige ihnen das.“ Ich bin also einen Tag mit ihr mitgefahren und hab zugesehen, was sie macht. Dann bin ich noch einen Tag mit einer Kollegin mitgefahren und hab auch selbst Hand angelegt. Damit war meine Ausbildung zu Ende. Ich war jetzt Pflegeexperte. Von da an habe ich alte und kranke Menschen betreut. Darunter auch Sterbende. Ich habe Windeln gewechselt, habe Insulin und Klexan oder Marcumar gespritzt, habe Verbände gewechselt und Wundversorgung gemacht. Künstliche Ernährung angelegt und Medikamente in eine Magensonde gespritzt oder die Beutel an künstlichen Darmausgängen gewechselt. Einiges hab ich mir aus YouTube-Videos angelernt. Hab mir auch Bücher über Pflege und den Umgang mit Dementen besorgt. Was mich von Anfang an gestört hat, war, dass der Dienstplan erst 2 Tage vor dem neuen Monat ausgehangen hat. Auch dass es oft nur 4 freie Tage im Monat gab, war extrem belastend. Ich bin 61 Jahre alt. Nach einem Jahr war mein befristeter Vertrag ausgelaufen und ich habe mir eine andere Arbeit gesucht. Da hat man mir dann mehr Geld geboten, wenn ich bleibe. Habe mir dann im Arbeitsvertrag versichern lassen, dass ich 6 freie Tage mindestens habe und dass der Dienstplan am 15. des Vormonats aushängen muss.

    Bis dahin hatte ich immer nur Spätdienst. Jetzt wurde ich auch zum Frühdienst eingeteilt. Klasse war es, wenn ich um 10 Uhr mit dem Spätdienst fertig war und morgens um 5 Uhr zum Frühdienst wieder raus musste. Auch musste ich gelegentlich 14 Tage ohne freien Tag durcharbeiten. Musste immer mehr Leistungen erbringen, die nach meinem Wissen nur examinierte Leute machen dürfen. Andere waren auch unzufrieden. Warteten auf ihr Geld, hatten wenig frei usw. Ich selbst habe mal fast ein Jahr auf meine Reisekostenabrechnung gewartet. Das Geld für meinen Bausparvertrag, das mir jeden Monat vom Nettolohn abgezogen wurde, ist bis heute nicht eingegangen. Seit über einem Jahr. Also musste sich etwas ändern. Nachdem der Urlaubsplan für 2017 erstellt wurde und kaum jemand dann Urlaub bekommen hat, wie er wollte, war es soweit. Zusammen mit zwei Kollegen haben wir zur Wahlversammlung zur Wahl eines Wahlvorstandes für die Betriebsratswahl eingeladen. Bei der Wahlversammlung wurden die Einlader von einem Herrn Karl Hüttinger massiv mit Kündigung bedroht. Er hat herumgeschrieen und versucht, die KollegInnen einzuschüchtern. Meine Gewerkschaft IWW (Industrial Workers of the World) hat gegen ihn Klage wegen Behinderung der Betriebsratswahl eingereicht. Trotzdem haben wir am 16.01.2017 einen Betriebsrat gewählt. Leider haben sich Kolleginnen so einschüchtern lassen, dass eine Vertraute der Geschäftsleitung gewählt wurde. Ich selbst wurde zum Ersatzmitglied gewählt. Damit hätte ich leben können. Sind ja 2018 schon wieder Wahlen. Da sich durch die Wahl der Kollegin, die denkt, Pflegedienstleiterin in dem Betrieb zu werden, nichts zum Vorteil ändert, waren die Chancen gut, dass ich dann gewählt werde.

    Am Mittwoch, den 18.01.2017, klingelte es jedoch abends an der Tür. Die Chefin des Ladens, Frau Renate Wetzel, stand vor der Tür mit einem Zeugen und hat mir die fristlose Kündigung überreicht. Natürlich werde ich dagegen klagen und hoffe auf die Solidarität meiner GewerkschaftskollegInnen und aller kämpfenden ArbeiterInnen in Deutschland und anderswo.

    Harald Stubbe

  • Neue Sticker der IWW Wien

    Neue Sticker der IWW Wien

    Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres haben wir neue Pickerl produzieren lassen. Wenn du deinen Kühlschrank verschönern oder basisgewerkschaftliche Propaganda in deiner Betriebskantine oder in deinem Stammbeisl hinterlassen willst, dann melde dich bei uns. Wir schicken dir gerne ein paar Stück aus unserer druckfrischen Kollektion zu.

    Bestellungen an wien(a.t)iww.or.at

  • Sich wehren lohnt sich

    Sich wehren lohnt sich

    Das Jahr endet mit Arbeitskämpfen allerorten. An mehreren Amazon-Standorten in Deutschland streikten Angestellte während der Hochphase des Weihnachtsgeschäfts und zeigten, dass gewerkschaftliche Arbeit vor allem Hartnäckigkeit erfordert. In den vielen Jahren des Kampfes um Lohnerhöhungen und Kollektivverträge bei Amazon wurden bereits einige kleine Siege errungen. Wichtig ist der Einsatz der KollegInnen auch deshalb, weil Amazon zum einen Vorreiterrolle bei der Verschlechterung von Arbeitsbedingungen spielt. Zum anderen strahlt die „Unternehmenskultur“ des Konzerns aufgrund von dessen Monopolstellung auch auf andere Unternehmen und Branchen aus. Die KollegInnen bei Amazon zeigen, dass auch in der deregulierten neuen E-Commerce-Welt Organisierung und Arbeitskämpfe möglich sind und erfolgreich sein können.

    Gewehrt haben sich auch KollegInnen aus Portugal und Spanien, die auf einer Großbaustelle am Wiener Hauptbahnhof um ihre Löhne geprellt wurden. Bauherr Signa hatte die Porr AG beauftragt, die die Rekrutierung von Arbeitern wiederum kleinere Baufirmen (Wattaul und JMP) mit der Rekrutierung betraute. Am Zahltag redete sich eine Firma auf die nächste aus – diese Rechnung sei offen, jener Betrag nicht beglichen, die Arbeiter bekommen leider nix. Sowas hat natürlich System und ist etwa von der Berliner „Mall of Shame“ wohlbekannt. Die zum Arbeiten nach Wien gekommenen Kollegen drohten, bereits Errichtetes wieder abzubauen, worauf plötzlich doch zumindest ein Teil der Löhne ausgezahlt werden konnten. Etwas mediale Öffentlichkeit half ebenfalls. Das ändert jedoch nichts an dem zugrunde liegenden Skandal, dass bei derartigen Projekten in Österreich offenbar untragbare Zustände herrschen. Wieviele Arbeiter sind so wohl bereits um ihre Löhne geprellt worden und mit leeren Taschen wieder abgereist?

    Wenig Medienhetze

    Auffällig bei beiden Geschichten war die mediale Berichterstattung. Anstelle der üblichen Hetze gegen Streikende und Protestierende herrschte vorsichtiges Verständnis vor. Vielleicht dämmert einigen KollegInnen in den Redaktionsstuben langsam, dass jene, die für ihre Rechte kämpfen, indirekt auch für die Rechte der privilegierteren Teile der ArbeiterInnenklasse kämpfen. Immerhin sind die Kämpfe ja bereits mitten in den Redaktionsstuben angekommen – wenn sie auch dort noch in vorwiegend von den Unternehmern und CEO’s geführt und gewonnen zu werden scheinen. In der Verlagsgruppe News finden derzeit die im Herbst angekündigten Entlassungen statt. Viele weitere Angestellte gehen „freiwillig“, weil sie aufgrund der radikalen Umstrukturierung des Medienunternehmens keine Perspektive mehr sehen. Sie sollen ja nun die Arbeit jener mitübernehmen, die gekündigt wurden. Aber auch bei anderen österreichischen Medien geht es rund. Ex-News-Chef und Österreich-Gründer Wolfgang Fellner kündigt seinen Angestellten die Journalisten-Kollektivverträge. Künftig sollen sie nach weit schlechteren Angestellten-KV‘s entlohnt werden. Die Umstellung erfolge „im Einvernehmen“ mit Betriebsrat und Angestellten. Letztere wurden vor die Wahl gestellt: Zustimmung oder Kündigung. Sowas nennt man in der Welt der Fellners „Einvernehmen“.

    Sich wehren ist der erste Schritt

    Eine erfreuliche Meldung gab es schließlich auch noch wenige Tage vor Weihnachten. Spar Österreich muss 52.730 Euro Strafe wegen Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz zahlen. Das Unternehmen setzte Software zur Arbeitszeitaufzeichnung ein, die so programmiert war, dass die Zeiterfassung immer zugunsten des Unternehmens ausgefallen. In einer Filiale waren Pausen von 9 Uhr bis 9.15 Uhr festgelegt, berichtete die Wochenzeitung Falter von dem Prozess am Landesverwaltungsgericht Salzburg. Wenn die Kassierin beispielsweise erst um 9.10 Uhr die Pause beginnen konnte, weil sie noch Kundschaft bedienen musste, wurden ihr nicht fünf Minuten als Pause verrechnet, sondern die ganzen 15 Minuten. Wenn sie aber umgekehrt länger Pause machte, dann wurde dies sehr wohl flexibel angerechnet. Eine Spar-Sprecherin rechtfertigte die Sache übrigens mit dem Hinweis darauf, dass diese Software genau so auch in vielen anderen Unternehmen eingesetzt werde. Guter Hinweis! Schaut genau, wie eure Arbeitszeit und Pausen erfasst werden und wehrt euch, wenn was nicht stimmt! Sich wehren lohnt sich immer und ist der erste Schritt für Verbesserungen!

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    Bilder: ver.di, Karl BergerIWW

  • #Deliverunion

    Deliveroo, Uber-Foods und Foodora sind junge Start-Ups, die mit einer Menge Startkapital rasant global expandieren. Sie lassen Zweifel aufkommen, ob der digitale Kapitalismus das Ende der Arbeit bedeutet, wie mancherorts behauptet wird. Denn die Radfahrer*innen, die für die neuen Internet-Lieferdienste unterwegs sind, müssen sich abstrampeln und tragen im Straßenverkehr ein enormes gesundheitliches Risiko. Mit der Kampagne #deliverunion melden sich nun die Fahrer*innen zu Wort.

    Soziale Absicherung? Fehlanzeige!

    Da die meisten Fahrer*innen (schein-)selbstständig sind, fehlt für sie jede soziale Absicherung im Risiko-Job. Für einen geringen Lohn plus Boni pro Zustellung wird den Fahrer*innen volle Flexibilität abverlangt, sie fahren auf ihren eigenen Rädern und sind ständiger Kontrolle ausgesetzt, da ihre Fahrtwege und Fahrtzeiten genau überwacht werden.
    Doch die Vernetzung übers Internet hat auch ihre Vorteile für die meist jungen Arbeiter*innen: Sie bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen und sich abzusprechen. So drehten dieses Jahr in Berlin Deliveroo-Fahrer*innen ihre Känguru-Rucksäcke auf den Kopf, um gegen die schlechte Bezahlung zu protestieren und erhielten schließlich einen Regenzuschlag.

    Die Arbeiter*innen organisieren sich nun auch international

    In London organisierten Deliveroo-Fahrer*innen einen wilden Streik und wehrten sich erfolgreich gegen die Umstellung der Bezahlung auf reinen Stücklohn. Sie waren Vorbild für den selbstorganisierten Widerstand gegen die prekären Arbeitsbedingungen auf internationaler Ebene: Auch in Mailand und Turin kämpften die Foodora-Fahrer*innen mit selbstorganisierten Streiks und Protestaktionen erfolgreich für höhere Löhne beim Berliner Start-Up.

    Für bessere Arbeit überall: Die Kampagne #deliverunion

    Initiatoren der Kampagne sind die Deliveroo-Fahrer*innen der Industrial Workers of the World (IWW) Bristol: Selbstbewusst schildern Deliveroo-Fahrern aus Bristol in einem Video, das seit Tagen im Internet kursiert, wie sie erste Schritte unternommen haben, um Verbesserungen auf der Arbeit zu erreichen.
    An #deliverunion nehmen Basisgewerkschaften aus über acht Ländern teil, an die sich Fahrer*innen wenden können. Ziel der Kampagne ist es, den Austausch über kollektive gewerkschaftliche Aktionsmöglichkeiten anzuregen und den Lieferdienst-ArbeiterInnen eine Plattform zur internationalen Vernetzung zu bieten, auf der sie sich über Ihre Rechte informieren können.

    Hier finde ich gewerkschaftliche Unterstützung:

    Wer Verbesserungen erreichen möchte, kann sich in Deutschland an die Industrial Workers of the World (deutschsprachiger Raum) und die Freie ArbeiterInnen Union (FAU) wenden. Fahrer*innen in Österreich können sich bei der IWW-Wien melden (wien@iww.or.at) und in der Schweiz an die Mitglieder der IWW in der Schweiz (jam@wobblies.org).

  • Gemeinsam gewinnen – Starbucks Workers Union

    Im Jahr 2007 erreichte der Konflikt zwischen der IWW in den USA und Starbucks eine neue Intensität. Die Erfahrungen aus dieser Auseinandersetzung, welche die IWW in den USA, erfolgreich beenden konnte, lassen sich in der Kurzdokumentation Together we Win – der Kampf bei Starbucks und dem Text starbucksunion (dt.) nachverfolgen. Dieser Arbeitskampf, um bessere Löhne, Respekt und Sicherheit am Arbeitsplatz, zeigte das eine Gewerkschaft nicht tausende Mitglieder benötigt, um eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Bossen zu haben, sondern ein Mix aus Kreativität, Solidarität, direkten Aktionen, rechtlichen Schritten, einer guten Vorbereitung und Organisierung der Kolleg*innen meist zielführender ist. Auch wurde aufgezeigt, dass Bereiche die als „unorganisierbar galten“, durchaus organisierbar sind, eben nicht von zentralistischen und der Sozialpartnerschaft verpflichteten Gewerkschaften.

    Dokumentation: Together we win – der Kampf bei Starbuck, 2007, deutsche Untertitel.

  • Sozialstaat wird demontiert

    Niederösterreich hat nun also auch eine Kürzung der Mindestsicherung beschlossen. Nach Oberösterreich marschiert damit ein zweites Bundesland bei der stückweisen, aber stetigen Demontage des österreichischen Sozialsystems voran. In St. Pölten hat man dabei auch die Vorarbeit aus Linz genutzt und noch restriktivere Regeln verabschiedet. (mehr …)

  • Spitzeldienst AMS

    Spitzeldienst AMS

    skeletorStatt dir einen Job zu beschaffen, schnüffelt dich dein AMS-„Betreuer“ aus

    Wenn sie nicht mehr weiter wissen, dann versuchen sie es mit Repression. In Österreich steigt die Arbeitslosigkeit, sämtliche unternehmerfreundliche Maßnahmen zur „Ankurbelung der Wirtschaft“ der vergangenen Monate und Jahre haben nichts gebracht. Verwunderlich ist das nicht – wer sich eine halbe Stunde mit Volkswirtschaft und der Produktivitätsentwicklung der vergangenen hundert Jahre beschäftigt, wird zu dem Schluss kommen, dass für die Aufrechterhaltung des ganzen Werkels halt einfach ein immer größerer Teil der arbeitsfähigen und -willigen Bevölkerung nicht mehr wird. (mehr …)

  • Broschüren: No Boss, No Cry!

    noboss2016-10-23-14-27-54Die eigene Stimme zu erheben ist ein wichtiges Element auf der Reise, die eigenen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. „No Boss, No Cry“ erzählt diese Geschichten und ermuntern, die eigenen Geschichten aufzuschreiben und weiter zu geben. Solche Geschichten werden so lange notwendig sein, wie es Probleme am Arbeitsplatz geben wird.

    Aktuell ist Teil 1 und Teil 2 erschienen, gerne schicken wir euch gedruckte Exemplare, gegen einen Druckkostenbeitrag von 2,50 Euro/Heft zu (für Österreich inkl. Versand), s/w, ca. 20 Seiten.

    Bestellungen einfach via Mail an wien(at)iww.or.at. (at) durch @ ersetzen.