Kategorie: Allgemein

  • [:de]SOLID! 2/2019[:]

    [:de]SOLID! 2/2019[:]

    [:de]Die zweite Ausgabe der SOLID! (2/2019) ist erschienen.

    Diesmal unter anderem mit:

    • Atemlos durch den Tag
    • Schwerpunkt Arbeitswelt in Wort und Bild
    • One Big Union – keine Lust mehr am kürzeren Ast zu sitzen?

    Hier geht es zum Download, gedruckte Exemplare senden wir euch gerne kostenlos zu.[:]

  • [:de]Atemlos durch den Tag[:]

    [:de]Atemlos durch den Tag[:]

    [:de]

    Am Ende des Tages bleibt frau* kaum Zeit und Kraft zum Kämpfen. Wobblies leben Solidarität im Alltag und schaffen Räume zur Selbstermächtigung.
    Der Terminkalender ist voll, die To do Listen aller Art stapeln sich. Du hetzt von einem Ort zum nächsten und nirgends bist du gefühlt ausreichend produktiv. Überall bleibt was liegen oder kommt noch mehr dazu. Das Gefühl der Überforderung und Unzulänglichkeit steigt, während die essentiellen Dinge nicht mehr funktionieren. Durch den Wunsch endlich mal wieder was abzuhaken oder weiterzubringen, um sich scheinbar nützlich zu fühlen, werden die Prioritäten zunehmend verschoben. Anstatt die Notbremse zu ziehen, läufst du weiter im Hamsterrad und der Aufwand zu vertuschen, wie schlechts dir damit geht oder was du an Grundlegendem nicht mehr schaffst übersteigt langsam den Aufwand des Eigentlichen.
    Aber umso größere ein Wäscheberg wird, umso länger das Privatleben vernachlässigt wurde, umso mehr Mahnbriefe zu Hause liegen, umso größer der psychische Druck oder die gesundheitliche Belastung, umso schwieriger erscheint die Bewältigung des Ganzen und und umso eher wird es weiterverschoben. Denn eine Ladung Wäsche, eine seit einer Woche ausständiges Gespräch, eine unbezahlte Rechnung oder ein Arzttermin, das lässt sich jeweils noch etwas leichter in einen vollgestopften Alltag reinquetschen, als wenn es sich bereits summiert hat und die Dinge seit Wochen oder Monaten brachliegen. Früher oder später ist es einfach zuviel und ist allein nicht mehr zu schaffen. Es wird weiter verschoben und die Situation verschlimmert sich zunehmend.
    Tarnen und Täuschen wird Bestandteil des Alltags. Denn natürlich steigt die Scham. Denn alle anderen kriegen doch auch alles hin. Der immer frische Kollege, der ständig Zusatzdienste übernimmt und noch Zeit für Sport und Familienausflüge hat. Die politisch engagierte Kollegin, die auf keiner Demo oder Sozialinitiative fehlt, sich vorbildlichst um ihre geretten Hunde und Katzen kümmert und neben dem Job auch noch studiert. Die Liste der super funktionierenden Menschen mit denen man sich vergleichen kann ist endlos. Die haben alles im Griff. Die sind immer gut drauf und voller Energie und pflegen bestimmt ein erfülltes Privatleben, führen einen tiptop Haushalt und haben sowieso ein total interessantes, hippes Leben, wie social media beweist. Deren Tag hat auch nur 24 Stunden und Rechnungen müssen die genauso bezahlen. Und die schaffen insgesamt viel mehr als ich. Es muss also an mir liegen. Ich muss mich optimieren.
    So drastisch das jetzt vielleicht klingen mag, aber im Grunde kennt jede*r dieses Gefühl. Vielleicht nicht immer, vielleicht weniger oder sogar mehr. Aber die Tatsache, dass die beruflichen und gesellschaftlichen Ansprüche ans Inviduum zunehmend steigen, ist unbestritten. Politische oder gesellschaftliche Entlastung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: die Ressourcen werden zunehmend nach oben umverteilt, sei es Zeit oder Geld. Gleichzeitig sind wir einer permanten Popkultur von scheinbar perfekten Menschen ausgesetzt und das neoliberale Mantra „Du kannst alles schaffen, wenn du willst“ prasselt aus allen Kanälen auf uns ein. Die Eigenverantwortung und Eigeninitiative auf Individualebene zur Verbesserung der eigenen Situation sind die Gebote der Stunde. Von Systemgrenzen, die die Einzelne zerstören, wird wenn überhaupt auf abstrakter Ebene gesprochen. Und somit bleibt jede mit ihrer Schande des Versagens alleine. Denn Schwäche zeigen ist im Zeitalter des allgegenwärtigen Präsentismus ein No go.
    Dieses Phänomen macht keinen Halt vor Geschlechtergrenzen, jedoch sind Frauen* weitaus stärker betroffen. Woran liegt das? Weiblich definierte Menschen werden bereits von klein auf dazu erzogen, sich für die Reproduktionsarbeit, also das Funktionieren des Zuhauses zuständig zu fühlen. Wenn diese Baustelle nun wie oben erwähnt auf der Strecke bleibt, ist die Scham bei Frauen* gemäß ihrer Sozialisation tendenziell größer. Auch später zeigen bestimmte propagierte Stereotypen vor, wie es sein soll. Dabei wird männlich definierten Menschen eine bestimmte Zielstrebigkeit und Fokus auf eine einzige, wichtige Sache wie zum Beispiel Karriere oder inzwischen auch Familie zugestanden, während die stereotype Superfrau alles unter einen Hut kriegt. Sie schmeißt den Haushalt, ist eine hippe Mama, die jedem noch so zeit-. und kostenaufwändigen Bobotrend Folge leistet und hat natürlich ihre Karriere auch voll im Griff. Nebst bei ist sie dank Yoga und Superfood schlank, gesund und nachhaltig. Angepasst an die jeweilige Subkultur nach Generation und/oder Ökonomie ist das Idealbild austauschbar: man ersetze alternative Trends durch, seinem Kind das neueste Smartphone kaufen können, Karriere durch bei der MA40 resolut und sprachkundig auftreten können und den Mann im Griff haben und Lifestyle durch Kunstfingernägel und Haarextensions. Der gesellschaftliche Druck auf Frauen* ist derselbe, die Inhalte variieren nur ein bisschen. Fakt ist, Frauen* müssen alle Bereiche abdecken, damit sie wertvolle, gute Frauen sind anstatt Rabenmüttern, Drecksschlampen, Schmarotzerinnen und Mimosen. Auf jeden Fall stark und funktional müssen sie sein, das ist das Credo und das zieht sich durch alle Schichten und Ideologien. Selbst in den offensten patriarchalen Familienstrukturen ist die Belastbarkeit der Frau* das Um und Auf, auch wenn es hier nicht mit der starken Powerfrau* identifiziert wird, sondern mit einem pflichtgemäßen, stillem Ertragen von Mehrbelastung und Demütigung. Die Hipsterbobofrau* erfährt jedoch genau dasselbe Konzept, wenn auch sehr sehr sehr abgeschwächt und im völlig anders gemustertem Kleid und in scheinbarer Emanzipation. Daraus folgt, keine Frau* ist heutzutage befreit und Frauenrechte erfahren momentan sogar mehr Rückschritte denn Fortschritte. Die bisherigen Einschnitte ins Arbeitsleben und in Sozialgesetze der rechten Regierung in Österreich treffen in ihren Auswirkungen vor allem Frauen*, der gesamte gesellschaftliche Druck lässt den Krieg gegen Frauen in Österreich dramatisch eskalieren (Stichwort tödliche Beziehungstaten) und gleichzeitig werden feministische Vereine und Schutzeinrichtungen politisch geschwächt und ökonomisch gekürzt. Der Kampf um Frauenrechte ist also bei weitem kein symbolischer traditioneller Akt, an dem ausreicht ein paar Nelken zu verteilen. Im Gegenteil, die Forderung des 8. Märzes sind aktueller denn je und die Liste muss sogar erweitert werden.
    In Anbetracht der Tatsachen, welchen Belastungen Frauen* quer durch die Gesellschaft ausgesetzt sind, mag es aussichtslos erscheinen dagegen anzugehen. Vor allem als Individuum. Hier verhält es sich allerdings gleich wie mit dem eingangs erwähnten Wäscheberg. Umso länger er nicht angegangen wird, umso größer wird er und irgendwo muss mal angefangen werden. Deswegen beginnen wir als IWW Wien im Kleinen, was aber für die Einzelne subjektiv sehr groß sein kann. Und das Wichtigste ist, wir tun es gemeinsam! Der 8. März ist ein guter Anlass praktische Solidarität verstärkt in den Vordergrund zu stellen. Es gehört zu unseren Grundsätzen als solidarische Gemeinschaft im Bedarfsfall füreinander da zu sein und uns ohne Scheu Hilfe vom Kollektiv zu holen. Denn wir wissen, es geht uns allen mal so, aber wir müssen nicht damit alleine stehen, so wie es uns das kapitalistische System vorgibt. Wir müssen uns nicht optimieren, um zu funktionieren. Wir wollen uns gegenseitig entlasten, um unsere kollektive Handlungssouveräntität zu erhöhen. In diesem Sinne kann sich jedes Mitglied vom Kollektiv praktische Solidarität erwarten, egal worum es geht. Natürlich gibt es kein Zauberrezept für jede Problemlage, aber viele Dinge sind auf mehreren Schultern ein Leichtes, während die einzelne Schulter darunter brechen kann. Ob das nun eine kaputte Waschmaschine ist, eine Umzugshilfe, ein belastender Behördengang oder einfach nur mal Einkaufen gehen, weil die Zeit dafür fehlt, die Palette von Dingen ist weit und was der Einen ein leichtes, kann für den anderen unüberwindbar sein. Was einer nicht schafft, können drei vielleicht locker schaffen. Wir werfen unsere Ressourcen zusammen und nutzen das Konzept der gelebten Solidarität im Alltag. So verstehen wir Gewerkschaft! Unbürokratisch füreinander da sein und das was uns die Arbeit und das Leben raubt stückweise mit kollektiver Kraft zurückerorben.
    Rund um den 8. März legen wir den Fokus auf die Mehrfachbelastung der Frauen* und daher werden die männlichen Mitglieder den weiblichen Mitgliedern im Alltag Erleichterung verschaffen, in dem sie ihnen nach Wunsch und Bedarf etwas abnehmen oder Gutes tun. Ob das nun Kinderbetreuung ist, um an Protestaktionen teilzunehmen oder einfach mal abzuschalten, ob es ein Wohnungsputz ist, oder ein Mittagessen zum Arbeitsplatz gebracht, die männlichen Wobblies sind im Einsatz für die weiblichen Mitglieder. Denn Symbolik allein schafft keine Entlastung, es braucht praktische Solidarität und gemeinsames Handeln. Die scheinbar banalen und kleinen Dinge sind es, die den großen Unterschied machen können. Deshalb rücken wir Solidarität in den Fokus und packens zusammen an. Weil wir nicht alleine (verantwortlich) sind!

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  • [:de]SWÖ KV Verhandlungen 2019[:]

    [:de]SWÖ KV Verhandlungen 2019[:]

    [:de]Bei den SWÖ KV Verhandlungen hat sich das alljährliche Spielchen wiederholt. Darum der Artikel von 2018 dazu 😉

    Hier geht es zum Artikel![:]

  • [:de]SOLID! 1/2019[:]

    [:de]SOLID! 1/2019[:]

    [:de]Die erste Ausgabe der SOLID! erscheint die nächsten Tage. Ihr könnt sie euch schon runterladen und lesen. Gerne schicken wir euch auch gedruckte Exemplare zu.

    Aus dem Inhalt:

    • Das Gleich im Gewicht fehlt nachwievor
    • Notwehr und Utopie
    • Eigentum und Esterházy
    • Gemeinsam kämpfen lernen
    • Keiner wollte Polzist werden
    • Arround the World

    20190209 Solid 1-19 Version 1[:]

  • [:de]SWÖ-KV: Es geht nicht um Anerkennung[:]

    [:de]SWÖ-KV: Es geht nicht um Anerkennung[:]

    [:de]Niedlich, jetzt behaupten die Chefinnen und Chefs der Sozialwirtschaft doch glatt, dass ihre Beschäftigten gar keine 35-Stunden-Woche und 6%-Lohnerhöhung wollen, sondern nur ein bisserl symbolische Anerkennung. Ob sie sich das auch vor den versammelten Belegschaften ihrer Betriebe zu behaupten trauen?
    Gerade Unterbezahlung und Überarbeitung gehören zu den größten Belastungen für die Menschen, die in dieser Branche arbeiten.
    Und das wissen sie auch.
    Aber es wär ja kein „Arbeitgeber“-Verband, würde er nicht versuchen, mit zynischer PR ein bisserl spalten zu wollen.

    Zur Presseaussendung des SWÖ[:]

  • [:de]8. März: Wir tun was gegen deinen Stress[:]

    [:de]8. März: Wir tun was gegen deinen Stress[:]

    [:de]Du kommst abends von der Arbeit nach Hause. Hungrig, müde und wissend, dass da noch ein weiterer Brocken Arbeit wartet. Du hast den ganzen Tag noch nichts vernünftiges gegessen. Einfach weil du weder die Zeit, noch die Ruhe dafür hattest. Wenn du ein schulpflichtiges Kind hast, freust du dich über jeden Tag ohne Hausaufgaben. Denn dann kannst du die kurze Zeit, die ihr gemeinsam habt, auch mal was Schönes gemeinsam machen. Sofern die Zeit dafür bleibt. Es gilt ja noch das Abendessen zu machen und das Geschirr will auch gewaschen werden. Da ist dann auch noch der Mistkübel, der fast übergeht und der Wäschekorb, der sich ihm anschließt. Am Ende des Tages bist du am Ende deiner Kräfte angelangt, am Ende der To-Do-List aber nicht. Und am nächsten Tag geht’s von vorne los.


    Es ist dies der frustrierende Alltag der lohnabhängigen Menschen. Es gäbe genug Schultern, auf denen die Arbeit verteilt werden könnte. Und genug Arbeit, die völlig nutzlos ist und daher nicht getan werden müsste. Aber weil sich die Wirtschaft um die Profite der Eigentümer*innen dreht und nicht um uns, müssen wir uns jeden Tag aufs Neue durch den Tag hetzen.

    Während in den Medien der Lifestyle zelebriert wird, sind diese allgegenwärtige Zeitnot, die niemals endende Liste an Erledigungen und das wachsende Kontominus der unglamouröse Alltag für sehr viele lohnabhängige Menschen. Frauen* und genderqueere Personen sind diesem Druck besonders stark ausgesetzt, da sie sowohl in der Arbeit, als auch zu Hause benachteiligt werden und umso härter schuften müssen, um die anstehenden Rechnungen bezahlen zu können. Aber nicht nur die Angst vor dem Jobverlust und der Verschuldung schwebt wie ein Damoklesschwert über ihnen. Oft sind es gerade auch die gesellschaftlichen Erwartungen, die schnippischen Bemerkungen der Eltern, der Tratsch der Nachbarschaft und nicht zuletzt der eigene Anspruch an ein lebenswertes Leben.

    [quote color=“color1″]Als solidarische Gewerkschaft sehen wir es als unsere ureigenste Aufgabe, uns gegenseitig solidarisch zu unterstützen und so das Leben einfacher zu machen. Gemeinsam kämpfen wir dafür, dass unsere Hamsterräder eines Tages am Misthaufen der Geschichte verrotten. Aber wir warten nicht auf diesen Tag, sondern fangen jetzt an, eine Kultur der Solidarität im Alltag aufzubauen. Jedes Mitglied kann sich mit einem Anliegen an die anderen Wobblies wenden, um Unterstützung zu bekommen. Es ist egal worum es geht, wir werden versuchen, gemeinsam einen Ausweg zu finden.[/quote]


    Egal ob es um Hilfe beim Übersiedeln, eine Begleitung bei einem unangenehmen Amtsweg oder den aus Zeitmangel seit Wochen aufgeschobenen Wohnungsputz geht. Wir suchen nach einer Lösung. Du brauchst jemand, der auf dein Kind aufpasst? Melde dich! Du musst Sperrmüll zum Mistplatz bringen? Gib uns Bescheid! Es geht sich alles hinten und vorne nicht mehr aus? Wir nehmen dir was ab!

    Gemeinsam geschultert, sind die Lasten des Alltags deutlich leichter. Wir sind dabei, eine Struktur aufzubauen, die es allen Mitgliedern ermöglicht, unbürokratisch und anonymisiert nach Unterstützung zu fragen. Denn der Sinn einer Basisgewerkschaft ist nicht, das Hamsterrad der Mitglieder durch unbezahlten Aktivismus noch weiter zu beschleunigen, sondern das Leben leichter zu machen!

    [iconic_box color=“color1″ icon=“icon-star“ align=“left“]Los gehen wird es am 8. März 2019. Wir nehmen den internationalen Frauenkampftag zum Anlass für Solidarität im Alltag. An diesem Tag sprechen wir gezielt die weiblichen und genderqueeren Wobblies an, uns mitzuteilen, was ihnen konkret den Alltag erleichtern könnte und mehrere männliche Wobblies werden sich um diese Anliegen kümmern. Vom Papierkrieg bis zum Haushalt. Nicht als symbolischer Akt, der einmal im Jahr wie das traditionelle Muttertagsfrühstück inszeniert wird. Sondern für eine konkrete Entlastung, damit sie am 8. März auch Zeit und Kraft zum Protestieren haben und als Zündfunke für eine Kultur der gegenseitigen, solidarischen Hilfe.[/iconic_box]

     

    Zusammen sind wir weniger allein. Auch im Alltag, auch im Kampf gegen das Patriarchat.

     

    Darum fragen wir konkret! Was würde dir am 8. März helfen?

     

    Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

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  • [:de]Visioning 2019[:]

    [:de]Visioning 2019[:]

    [:de]Das jährliche Visioning der IWW findet am 03.02.2019 statt (nur für Mitglieder).

    Hier geht es zur Anmeldung: 

    Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.

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  • Salzburg: Widerstand bleibt notwendig!

    Salzburg: Widerstand bleibt notwendig!

    Ein Beitrag von Mitgliedern der IWW in Salzburg zum EU-Gipfel 2018.


    Am 20. September 2018 trafen sich die Staats- und Regierungschef*innen im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zum informellen Treffen in Salzburg.

    Zentrale Themen waren „ein Europa, das schützt“ „innere Sicherheit“, „Schutz“ der EU-Außengrenzen und „Cybersicherheit“.

    Um dieses Treffen zu ermöglichen wurden Sperrzonen errichtet so wie der Luftraum überwacht. Zusätzlich belagerten unzählige Polizist*innen, Soldat*innen und sonstige Sicherheitskräfte die Stadt und sorgten für eine Verschlechterung im Alltag vieler Arbeitnehmer*innen. Um rechtzeitig am Arbeitsplatz anzukommen musste man früher aufstehen, da der Personenverkehr umgeleitet wurde. Aufgrund der hohen Polizeipräsenz kam es auch vermehrt zu Polizeikontrollen am Bahnhof, was ebenfalls zu Verspätungen in der Arbeit führen konnte.

    Beim EU-Gipfel werden zwei Seiten derselben Medaille verhandelt: Die brutale Abwehr von Flüchtenden und Migrant*innen nach außen und im Inneren Aufrüstung, Überwachung und mehr soziale Kontrolle sowie die Disziplinierung aller marginalisierter Menschen.

    Da der Kurs aller EU-Regierungen zurzeit durch eine Abschiebungs- und neoliberale Ausbeutungspolitik bestimmt wird, haben wir uns entschlossen diesem rechts-konservativen Ungerechtigkeitsgipfel entgegenzustellen.

    Während die EU-Regierungschef*innen abseits der Öffentlichkeit über die Zukunft der Menschen innerhalb und außerhalb der EU-Grenzen entschieden, gingen mehr als tausend Demonstrant*innen auf die Straße. Den Repressionsorganen des Staates missfiel dies sehr, und so zeigten sie sich wieder von ihrer „besten“ Seite. Sie begannen wahllos vermeintliche Straftäter*innen einzukesseln und zu kontrollieren und im weiteren Verlauf mit reichlich Pfefferspray anzugreifen.

    Die Bilanz: ca. 40 verletzte Personen und 5 Festnahmen, von denen zumindest eine durch die Hilfe solidarischer Demonstrant*innen verhindert werden konnte. Um ihren unverhältnismäßigen Einsatz zu rechtfertigen und kritische Stimmen einzuschüchtern, wurde gegen einen Aktivisten vorläufig U-Haft verhängt.

    Jedoch lassen wir uns nicht so einfach einschüchtern und stellen uns mehr denn je gegen Ausbeutung am Arbeitsplatz, Kürzungen der Sozialleistungen und das Hetzen gegen migrantische Arbeiter*innen.

    Für eine solidarische Gesellschaft, frei von Ausbeutung und Unterdrückung!

  • SOLID! Nr. 3/2018 ist erschienen

    SOLID! Nr. 3/2018 ist erschienen

    Die neue Ausgabe der Flugschrift (SOLID! Nr. 3/2018) könnt ihr euch ab sofort runterladen. Gerne schicken wir euch ein oder mehrere Exemplare zu.

    Diesmal mit folgenden Themen: Für mehr heiß im Herbst/Interview Gender und Arbeitskampf/Schluss mit der Einschüchterung/Knastsklaverei beenden/Handeln statt schimpfen/Demonstration der Arbeitslosen.

    Hier geht es zum Download!

  • Demoaufruf

    Demoaufruf

    Aufruf zur Demo: „Nein zum 12-Stunden-Tag“.

    Gegen den Angriff von oben hilft: zusammenhalten, solidarisieren – und auf die Straße gehen!

    https://www.facebook.com/events/244778982741665/

    Treffpunkt der IWW Wien ist, Westbahnhof, Eingang Vapiano, um 14:00 Uhr.