Kategorie: Allgemein

  • [:de]Absage Infoabend Salzburg und 101 Training[:]

    [:de]Wegen der aktuellen Pandemie findet der Infoabend und die Filmvorführung in Salzburg nicht statt. Auch das 101 Training entfällt.

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  • [:de]Solid! 01/2020 erschienen![:]

    [:de]Die erste Ausgabe der SOLID! (Flugschrift der IWW) im Jahr 2020 ist erschienen.

    Zum Download der aktuellen und älteren Ausgaben geht es hier. 

    Aus dem Inhalt:

    • „Sei beständig wie ein Trommelschlag“: Tipps für erfolgreiches Organisieren
    • Berichte über Proteste gegen sexistische Gewalt in Mazedonien und Mexiko
    • Rückschau auf den revolutionären Liederabend mit Isabel Frey
    • „Pech für die Bosse“: über Sabotage und die berühmte Sabocat
    • Rezensionen: „Syndikalismus und neue Klassenpolitik“ (Streitschrift), Damnation (Netflix-Serie)

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  • [:de]Streiks im Sozialbereich: Streikgeld[:]

    [:de]Streiks im Sozialbereich: Streikgeld[:]

    [:de]

    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, laufen aktuell Verhandlungen zum Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich mit dem Ziel, eine Arbeitszeitverkürzung auf 35h/Woche zu erkämpfen.
    In verschiedenen Betrieben wurden Streikbeschlüsse getroffen, sollte es bei der nächsten Verhandlungsrunde Anfang nächster Woche zu keiner Einigung kommen. In der Vergangenheit haben einzelne Betriebe im Vorfeld von Streiks ihren Angestellten gedroht, den Lohn für die Dauer des Streiks nicht zu bezahlen. IWW-Mitglieder bekommen nicht bezahlte Löhne aus dem Streikfonds ersetzt. Somit könnt ihr euch ohne Geldsorgen den Streiks anschließen.

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  • [:de]Streikfreigabe?[:]

    [:de]Der ÖGB versucht wieder einmal die Menschen zu bevormunden und täuschen, in dem er eine Streikfreigabe ausruft.
    Ob gestreikt wird, oder nicht, entscheiden aber die arbeitenden Menschen, nicht der ÖGB-Bundesvorstand. Was die freigeben können, sind Streikgelder für ihre Mitglieder, aber nicht das Recht zu streiken.

    Wer Mitglied der Industrial Workers of the World ist und am Streik im Sozialbereich teilnimmt, bekommt etwaige Verdienstentgänge übrigens ersetzt.[:]

  • [:de]Organisiere die Arbeiter*innenklasse, nicht die Linke[:]

    [:de]Organizing-Ratschläge, die ich meinem Ich vor zehn Jahren geben würde.

    Der Autor, der es vorzieht, anonym zu bleiben, arbeitete mehrere Jahre lang als Organizer für die größten Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in den USA, bevor er Lehrer wurde. Heute organisiert er seine Kolleg*innen und Schüler*innen, zuletzt etwa bei Kämpfen um mehr Geld für Bildung oder für Führerscheine für undokumentierte Migrant*innen. Ein Text unserer Kolleg*innen von „Organizing Work“.

    Ich habe darüber nachgedacht, welchen Rat ich mir aus heutiger Sicht vor zehn Jahren geben würde, als ich mit dem Organizing begonnen habe. Ich habe seit damals viel gelernt und viele Fehler gemacht. Im Folgenden also das, was ich mir aufgrund diverser eigener Erfahrungen und Fehler mit auf den Weg geben würde. Auch einfach Sachen, die ich selber nicht vergessen will. Es ist ja nicht so, dass ich immer alles richtig mache.

     

    – Organisiere für klare, erreichbare Ziele, die Orientierungpunkte haben und deren Erreichen man messen kann. Aufklärung oder „Bewusstseinsbildung“ sind nämlich nicht zu messen. Organisiere für Dinge, die das Leben der Menschen besser machen.

    – Es geht nicht in erster Linie darum, sich an Protesten zu beteiligen. Das kann manchmal sinnvoll und nützlich sein, aber es gibt eine Tendenz, Proteste als „etwas tun“ zu betrachten und einfach von einer Demo zur nächsten zu springen.

    – Hör dir die Meinungen der Leute an. Zuhören steht an erster Stelle. Schau, wo die Leute stehen. Lausche den Problemen der Menschen. Mutmaße nicht, welche Meinungen oder Probleme Menschen haben könnten.

     

    – Arbeite nicht nur mit Personen aus solchen Subkulturen und Szenen und sozialen Gruppen zusammen, die du am besten kennst. Dies führt dazu, dass Menschen, die nicht Teil dieser Subkultur sind, sich nicht zugehörig fühlen.

     

    – Lass dich nicht in superideologische dogmatische Auseinandersetzungen hineinziehen. Die Leute interessieren keine Streitigkeiten über etwas, das 1936 geschah, oder für deine Zerwürfnisse mit wem auch immer. Theorie und Geschichte mögen als Hobby interessant sein, und auch zur Inspiration dienen, aber die Linke ist generell geradezu besessen von Ideologieinterpretation zur Identitätsfindung. Veranschauliche deine Methodik anhand deiner Art des Organizing.

     

    – Respektiere kollektive Prozesse. Arbeitet bei Meinungsverschiedenheiten gemeinsam an Lösungen. Plant die Dinge gemeinsam.

     

    – Klopfe an Türen, telefoniere, kontaktiere Leute. Verwende keine sozialen Medien zum Organisieren.

     

    – Sei beständig. Wie ein Trommelschlag. Sei pünktlich. Erledige, was du versprochen hast zu tun.

     

    – Schreibe Leute nicht ab, nur weil sie eine negative Haltung gegenüber einer Sache haben. Lass niemanden zurück und vergiss niemanden. Menschen sind kein Verschleißmaterial.

     

    – Wende dich an jene Person(en) in einem Raum, die nicht bereits Autoritätspositionen haben. Zu oft betreten Organizer einen Raum und sprechen mit der Person, die bereits die meisten Machtbefugnisse besitzt.

     

    – Die Macht ist unter den gewöhnlichen Arbeiter*innen an ihrem Arbeitsplatz zu finden, nicht in den Führungsetagen. Bau mit den Leuten an der Basis etwas auf.

     

    – Frag nicht um Erlaubnis.

     

    – Bleibe in engem Kontakt zu den Arbeiter*innen und ihrem Umfeld.

     

    – Arbeite an den Organizing-Fähigkeiten von Schüler*innen. Sprich mit den Schüler*innen, als wären sie Erwachsene oder sogar Gleichaltrige, auch wenn du der*die Lehrer*in bist. Es gilt, echte Bindung aufzubauen. Bring sie zum Lachen.

     

    – Hab keine Angst davor, anderer Meinung zu sein, aber sei nicht rechthaberisch.

     

    – Beziehe die Menschen mit ein und vermittle ein Gefühl des Willkommenseins, indem du dich mit ihnen unterhälst und dich z.B. nach ihren Kindern erkundigst, solche Dinge eben.

     

    – Beschäftige dich nicht zu sehr mit all dem Beiwerk der Organizingarbeit. Poster und Newsletter und Social Media sind toll, aber man bekommt keinen Nachtisch, wenn man vorher nicht sein Gemüse gegessen hat.

     

    – Organisiere die Arbeiter*innenklasse, nicht die Linke.

     

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  • [:de]Wenn Vermieter*innen drohen…[:]

    [:de]Wenn Vermieter*innen drohen…[:]

    [:de]Es ist allgemein bekannt, dass der Wohnungsmarkt, vor allem in Städten, katastrophal ist. Vermieter*innen versuchen mit unverständlichen und undurchsichtigen Verträgen (soweit vorhanden) und Drohungen mehr und mehr Profit aus uns herauszuziehen.

    Auch Fellow Worker sind immer wieder von solchen Versuchen betroffen. Da wurde jemanden erklärt, dass dies ja kein Mietvertrag sei, sondern ein Nutzungsvertrag und deshalb das Mietrecht keine Gültigkeit habe (Achtung Spoiler! Das ist natürlich Blödsinn). Anderen wurde erklärt, dass sie die Wohnung verlieren, wenn sie ihren Hund nicht weggeben. Ist natürlich auch nicht einfach so möglich.

    Beide Drohungen konnten relativ simpel geklärt werden und plötzlich war ja alles nur ein großes Missverständnis von Seiten der Vermieter*innen. 😉[:]

  • Unbenannter Beitrag 1790

    [:de][:]

  • [:de]Hängematte statt Klimakrise[:]

    [:de]Hängematte statt Klimakrise[:]

    [:de]Über die aktuellen Umweltbewegungen, den Hass, der ihnen entgegen schlägt und warum ohne Arbeitszeitverkürzungen und Generalstreik kein Ende der Klimakatastrophe möglich ist.

    Vor etwas mehr als einem Jahr begann die junge Schwedin Greta Thunberg ihren Schulstreik und sorgt seither mit ihren Reden und ihrer konsequenten Haltung dafür, dass die Klimakrise nicht mehr so einfach verdrängt und verleugnet werden kann. Soziale Bewegungen wie fridays4future oder Extinction Rebellion und Umweltkatastrophen, wie die großflächigen Waldbrände in Sibirien oder dem Amazonas, lassen mehr und mehr Menschen erkennen, dass die Menschheit dabei ist, ihren eigenen Lebensraum zu zerstören.

    Zudem wird der Ruf nach Klimagerechtigkeit lauter, also dass diejenigen, die für die schwerwiegendsten Emissionen verantwortlich sind, nicht die Konsequenzen der Umweltzerstörung auf die Allgemeinheit abwälzen können. Oft sind diejenigen, die es besonders hart trifft, Menschen, die selbst kaum zu den Emissionen beitragen.

    Erfreulicherweise erkennen auch immer mehr organisierte Arbeiter*innen, wie dringlich Lösungen für diese Krise gefunden werden müssen. Bündnisse wie workers4future sind im Aufbau und immer häufiger wird ein Generalstreik für das Weltklima diskutiert. Kürzlich sind 130 Arbeiter*innen in Belfast radikal vorangegangen, haben die stillgelegte Werft besetzt und dem Staat mitgeteilt, dass sie das Werk nicht verlassen werden, bevor es nicht verstaatlicht und die Produktion auf Infrastruktur für erneuerbare Energie umgestellt wird.

    Gleichzeitig gibt es weiterhin diejenigen, die alles "Wir müssen den Fokus auf Gerechtigkeit lenken. Wenn es nicht möglich ist, Lösungen im bestehenden System zu finden, sollten wir das System an sich ändern." herunterspielen, um ihre Profite oder ihren Komfort gegen jegliche Art von Einschränkung im Namen des Klimaschutzes verteidigen. Schützenhilfe bekommen sie von enthemmten Spießgesell*innen, die hinter jeder Art von Klimaschutz eine Verschwörung wittern und die, einem paranoiden Wahn gleich, immer neue Wellen des Hasses entfachen. Diesen Hass zu spüren bekommen Menschen, die sich für eine sozial gerechte und auf die Umwelt achtende Gesellschaft einsetzen. Frauen werden dabei besonders oft und heftig angegriffen.

    Das Ausmaß dieses wahnhaften Hasses ist dabei so immens, dass es sich lohnt, über die Ursachen nachzudenken. Warum entsteht bei vielen Menschen so viel Wut beim Gedanken, weniger Auto zu fahren, mit dem Flugzeug zu fliegen oder Fleisch zu essen, um ein Überleben auf diesem Planeten zu ermöglichen?

    Manche sicher, weil sie mitbekommen, wie Kraftwerksbetreiber, Industrie oder Frachtwirtschaft aufgrund ihrer politischen Macht fast ungestört weiter CO2 ausstoßen können. Andere sehen ihr Einkommen oder ihren Profit gefährdet.
    Und viele drehen durch, weil sie spüren, dass das Leben in dieser Gesellschaft ohne Konsum unerträglich wäre. Die tägliche Entfremdung und all die Entsagungen, die ein Mensch durch Ausbeutung und Fremdbestimmung am Arbeitsplatz oder Arbeitsamt erdulden muss, ist ohne die kleinen materiellen Freuden des Alltags kaum auszuhalten. Kein Wunder also, dass Leute rot sehen bei der Vorstellung, weitere Entbehrungen erleben zu müssen.

    Diese latente Wut wird auch von Politiker*innen aktiviert, um autoritäre Maßnahmen gegen ausgegrenzte Bevölkerungsgruppen oder Grundrechte außer Kraft setzen zu können. So appellieren sie an dieses Gefühl der Entsagung, wenn sie von „hart arbeitenden Menschen“ schwadronieren, die angeblich von bettelnden Menschen oder Demonstrationen belästigt würden.

    Es ist das permanente Wachstum und ein Kreislauf aus Ausbeutung und Konsum, der diesen Kaputtalismus am Laufen hält. Wir Menschen werden diesen abwickeln müssen, wenn wir auf diesem Planeten mit endlichen natürlichen Ressourcen überleben wollen. Durch Appelle an den Konsumverzicht wird uns das jedoch ebenso wenig gelingen wie mit einem „Green New Deal“ oder technologischen Innovationen wie dem Elektroauto.

    Es ist eine radikale gesellschaftliche Veränderung, die notwendig ist, um die große Klimakatastrophe zu verhindern. Um diese zu bewerkstelligen, brauchen wir Forderungen, die dem Wohl der Menschen genauso dienen wie dem Wohl der Natur. Ein solche Forderung ist die nach einer radikalen Verkürzung der Arbeitszeit: Vier-Stunden-Tage und acht Urlaubswochen müssen genauso ernsthaft in Betracht gezogen werden, wie ein die Existenz und die gesellschaftliche Teilhabe sicherndes Einkommen für alle.

    Denn die Reduktion der CO2-Emissionen wird nur durch Maßnahmen umsetzbar sein, die auf den ersten Blick mit einem Verlust an Komfort einhergehen, wie z.B. der Verzicht auf Auto und Flugreisen. Wenn wir aber weniger arbeiten müssen, sind wir auch eher bereit, zeitintensivere Wege zur Arbeit oder in den Urlaub in Kauf zu nehmen. Ohne Reduktion der Arbeitszeit bedeutet der Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel für viele eine noch größere Stressbelastung.

    Und erst wenn wir nicht mehr aus Angst vor der Armut irgendwelche Bullshit-Jobs annehmen müssen, erst wenn wir nicht mehr kuschen müssen, aus Angst nach einem Jobverlust auf der Straße zu landen, erst wenn wir nicht mehr täglich Ausbeutung und Entfremdung ausgeliefert sind, werden wir auch ohne Konsumrausch ein erfüllendes Leben haben.

    Es geht darum, das Hamsterrad der Lohnarbeit gegen die Freiheit, über das eigene Leben verfügen zu können, zu tauschen. Weniger Stress und weniger Wirtschaftswachstum, dafür mehr Zeit für Familie, Hobbies und Hängematte sowie die anderen Genüsse des Lebens.
    Diese Freiheit werden wir uns erkämpfen müssen und erzwingen können wir diese nur durch einen eskalierenden Earth Strike: Einen sich auf möglichst viele Länder ausbreitenden Streik, der Produktion, Transport und Care-Berufe, also Motoren und Rückgrat des Kaputtalismus, lahmlegt und ein Weitermachen verunmöglicht.

    Angesichts der politischen Lage haben wir hinsichtlich dieses Vorhabens wenig Grund für Optimismus. Aber dennoch ist es unsere einzige Chance auf ein gutes Leben, denn das alternative Szenario erinnert an einen dystopischen Endzeit-Thriller: steigende Meeresspiegel, Ressourcen- und Trinkwasserknappheit, Schwinden des bewohnbaren Landes, Gewalt gegen Arme und Geflüchtete, Krieg um zu Ende gehende Ressourcen.[:]

  • [:de]SOLID! 3/2019[:]

    [:de]SOLID! 3/2019[:]

    [:de]Die dritte Ausgabe der SOLID! (Flugschrift der IWW) ist erschienen. Gerne schicken wir euch ein oder mehrere Exemplare zu.

    Zum Download der aktuellen und älteren Ausgaben geht es hier. 

    Aus dem Inhalt:

    • Hängematte statt Klimakrise!
    • Buchrezensionen „Umwege des Lebens“ und „Wobblies  Politik und Geschichte der IWW“
    • Lasst uns die Bulldozer blockieren!

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  • [:de]Organisieren im 21. Jahrhundert – Ein Interview mit der IWW Freelancers Journalists Union[:]

    [:de]Organisieren im 21. Jahrhundert – Ein Interview mit der IWW Freelancers Journalists Union[:]

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    Lest im Interview des Industrial Worker mit der IWW Freelancer Journalists Union nach, wie man die Arbeiter*innen klasse im 21. Jahrhundert organisieren kann (leider nur auf Englisch).

    Der Industrial Worker erscheint seit 1907 einmal im Quartal und ist das Magazin der IWW Nordamerikas. Seit Kurzem hat der IW einen schicken neuen Blog!

     

    Hier zum Interview!

    Hier nochmal zur Homepage der Freelancer Journalists Union!

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