von Arthur J. Miller
Wenn Bergleute genug davon haben, lebendig begraben zu werden, für sie, die wenigen.
Wenn Tastaturklopfer_innen genug davon haben, ihre Hände auszuleiern, für sie, die wenigen.
Wenn die Lastwagenfahrer_innen genug von dem Überdruss haben, endlos zu fahren, für sie, die wenigen.
Wenn Fast-Food-Angestellte genug davon haben, für bessere Hungerlöhne schnell große Mengen an Essen zuzubereiten, für sie, die wenigen.


In Berlin sind heute die Korken von den Sektflaschen geknallt. Merkwürdigerweise sind am 10. Juni 2010 – völlig getrennt voneinander – zwei der spannendsten Ansätze von gewerkschaftlichem Widerstand in Deutschland vor Gericht verhandelt worden. In beiden Fällen war der Ausgang völlig ungewiss. Um so überraschender, dass die Gerichte ihre vorhergehenden Entscheidungen in beiden Fällen zurück genommen haben. Damit wurde den unabhängigen Basisbewegungen von ArbeiterInnen in Deutschland der Rücken gestärkt. Es hätte auch anders ausgehen können!