Der aktuelle Kampf der FAU-Berlin, im Kino Babylon, welches von Geldern der Stadt finanziert wird, zieht weite Kreise nach sich. So werden Verhandlungen der Geschäftsleitung des Kinos mit der Begründung abgeblockt, dass die FAU nicht tariffähig sei, aufgrund ihrer Größe und nicht flächendeckenden Verbreitung, im Vergleich zum DGB. Diese Problematik betrifft nicht nur die FAU in Berlin, sondern auch alle anderen kleineren Gewerkschaften. Die IWW in Deutschland unterstützt diesen Kampf. Es wird hier nicht nur ein Kampf für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ausgefochten, sondern auch das Recht auf Selbstorganisation von ArbeiterInnen. Diese Problematik betrifft auch die in Österreich lebenden ArbeiterInnen. Da auch in Österreich, mehr noch als in Deutschland, ein quasi Monopol des ÖGB vorherrscht und flächendeckende Kollektivverträge ausgehandelt werden. Aber eines wird hierbei manchmal übersehen, nämlich, dass die Kollektivverträge, wie auch Arbeitsgesetze nicht die obere Grenze der Arbeitsbedingungen festschreiben, sondern nur die untere Grenze. Also: Mehr geht immer!
Das Argument: „Ihr seid nicht tariffähig“, ist nur eine fadenscheinige Ausrede. Kein Gesetz verbietet es den Bossen die ArbeiterInnen in ihrem Betrieb besser zu behandeln, dazu braucht es keine Bundesweite „Tariffähigkeit“. Es ist nur ein Argument, welches von der Geschäftsleitung eingebracht wird, da sie sich plötzlich mit einer Gewerkschaft konfrontiert sehen, welche die Interessen der ArbeiterInnen vertritt und nicht die der Bosse. (mehr …)