Autor: admin

  • [:de]Arbeitskampf im Sozialbereich![:]

    [:de]Arbeitskampf im Sozialbereich![:]

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    Am Donnerstag, dem 27.11., wurden die Verhandlungen zwischen SWÖ sowie GPA und VIDA ergebnislos abgebrochen. 2,5 % Lohnerhöhung und ein Abschluss über zwei Jahre konnten nicht hingenommen werden. Vorausgegangen waren bereits mehrere kämpferische Belegschaften, die Streikbeschlüsse gefasst hatten und diese am Mittwoch zuvor auf einer Demonstration und später auf der Kundgebung der GPA lautstark mit „Wir sind streikbereit!“ auch den Verhandler*innen übermittelten. Am Freitag rief dann auch die GPA zu Warnstreiks auf. Nächste Woche werden diese stattfinden!

    Es geht hier nicht nur um einen KV – es geht gleichzeitig gegen einen Kahlschlag im Sozialbereich! Es wurden und werden bereits jetzt Stellen gestrichen und sogar Einrichtungen geschlossen (vor allem, aber nicht nur im Suchtbereich). Und da diese Kürzungen viele Bereiche betreffen, gibt es auch Vernetzungen mit weiteren betroffenen Organisationen. So steht nun z. B. auch das Amerlinghaus vor dem Aus.

    Die Kämpfe zu vernetzen und am Ball zu bleiben, wird die Aufgabe der nächsten Tage und Wochen sein.

    Es betrifft uns alle! Diese Kürzungen werden massive soziale Probleme verursachen, und sie sind eine massive Enteignungskampagne von oben. Wir können mächtig sein, wenn wir uns zusammentun. Wir bleiben ohnmächtig, wenn wir das hinnehmen.


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  • [:de]Save the Date – Tagung Linke Betriebsarbeit 2025[:]

    [:de]Save the Date – Tagung Linke Betriebsarbeit 2025[:]

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    Das Datum für die Tagung Linke Betriebsarbeit 2025 steht fest: Sie findet von 10. bis 12. Oktober 2025 in Wien statt!

    Programm, Anmeldung und alle weiteren Informationen findet ihr demnächst auf der Website –  als IWW unterstützen wir die Veranstaltung die von Einzelpersonen organisiert wird und freuen uns auf ein spannendes Wochenende voller Diskussionen, Workshops und geteilten Erfahrungen!

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  • [:de]15 Jahre IWW in Österreich und NEUE Solid! Flugschrift[:]

    [:de]15 Jahre IWW in Österreich und NEUE Solid! Flugschrift[:]

    [:de]Liebe Mitstreiter:innen!

    Vor 15 Jahren wurde die IWW in Österreich gegründet – damals noch als IWW Wien. Seit damals hat sich viel getan. Unsere Mitglieder haben sich in Betrieben eingemischt und in Organizing-Trainings ihre Fähigkeiten für dieses Sich-Einmischen verfeinert. In der aktuellen SOLID!-Ausgabe haben wir die vergangenen 15 Jahre Revue passieren lassen. In weiteren Texten zeigen wir Beispiele aus aktuellen Arbeitskämpfen, an denen Wobblies in Österreich beteiligt sind.

    Unsere Gewerkschaft lebt von den Aktivitäten ihrer Mitglieder. In den nächsten 15 Jahren wollen wir uns noch viel öfter einmischen. Wenn du bereits länger bei uns dabei bist, es bisher aber noch nicht zu einem Treffen oder einer unserer Aktivitäten geschafft hast, dann mach das doch jetzt! Aktuelle Termine findest du  hier auf unserer Website und auf unseren Social-Media-Kanälen.

     

    Die NEUE Solid! gibs hier zum runter laden:

    solid-sommer24[:]

  • [:de]18.März – Internationaler Tag der politischen Gefangenen![:en]18th of March – International day of political prisoners![:]

    [:de]18.März – Internationaler Tag der politischen Gefangenen![:en]18th of March – International day of political prisoners![:]

    [:de]Ein Beitrag der IWW Innsbruck

    Repression gegen Gewerkschaftsarbeit? Inhaftierungen von Gewerkschafter:innen?
    Wir in Österreich kennen das, wenn überhaupt, als historische Anekdoten.
    Alles scheint hier friedlich durchstrukturiert. Für alles gibt es Formulare und Leitfäden – so auch für Streiks und Arbeitskämpfe. Und das geht dann so:
    Bitte erstmal den:die Betriebsrat:innen kontaktieren. Die suchen um Genehmigung beim ÖGB an. Der dann wiederum ungern bis zum äußersten geht, v.a. wenn die SPÖ in der Regierung sitzt. Und dann am Besten zu für die Industrie günstigen Zeitpunkten. Wie wärs innerhalb der Kollektivvertragverhandlungen? Da wird sowieso damit gerechnet. 😉
    Auf diese Art und Weise Arbeitskämpfe zu führen, beinhaltet bereits ein massives repressives Momentum – das bloß nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.
    Der „befriedete Klassenkampf“, wie ihn v.a. SPÖ und ÖVP gern nennen. Der von ihnen so genannte „Burgfrieden“… Von wegen!
    Austrofaschismus, Nazifaschismus und Krieg in den 1930er und 1940er Jahren haben eine kämpferische Arbeiter:innenbewegung zerschlagen! 70 Jahre Sozialpartnerschaft haben einen nachhaltigen Wiederaufbau einer solchen Bewegung massiv erschwert und immer wieder aufs neue zunichte gemacht. Kollektivvertragverhandlungen sollen uns vermitteln, dass es gemeinsame Interessen zwischen der unternehmenden und der arbeitenden Klasse gäbe. Doch Arbeitskampf ist und bleibt Klassenkampf! Und dieser ist nicht auf runden Tischen verhandelbar.
    Deshalb sind wir als IWW seit nun fast 10 Jahren dabei Strukturen in Österreich aufzubauen.
    Für die Arbeiter:innenklasse ist Klassenkampf nicht ein mal pro Jahr im Zuge der Kollektivvertragverhandlungen. Klassenkampf ist jeden verdammten Tag! Und nicht nur auf den Arbeitsplatz bezogen. Weshalb unser Verständnis von einer Organisierung der Arbeiter:innen natürlich über die Realität am Arbeitsplatz hinaus geht.
    Die Gewerkschaft sind wir! Die Arbeiter:innenklasse! Nicht bezahlte Funktionär:innen! Sie sind Handlanger des unterdrückerischen kapitalistischen Systems!
    Und gerade heute – am internationalen Tag der politischen Gefangenen – ist deshalb wichtig anzusprechen:
    In Schubhaft zu sitzen. Geld- und Verwaltungsstrafen im Knast abzusitzen. Gefangen zu sein zwischen mehreren Jobs, die grade zum Überleben reichen, und Care-Arbeit zu Hause. Gefangen zu sein zwischen Behörden die Verantwortlichkeiten hin und her schieben, bis du erschöpft und ausgebrannt, verzweifelt vereinzelst. Gefangen zu sein in abgelegenen und abgeschotteten Rückkehrzentren. Das ist die tägliche Realität der Arbeiter:innenklasse in Österreich!
    Deshalb stehen wir heute hier! Solidarisch mit allen Gefangenen der Arbeiter:innenklasse! In Österreich und Weltweit!
    Ob auf den Philippinen, in Indien, China, Myanmar, Thailand, Azerbaijan, Turkmenistan, Georgien, im Irak, im Iran, Afghanistan, Palästina, Syrien, Armenien, in Kurdistan, Diyarbakir, der Türkei, in Russland, der EU, in Albanien, Marokko, Algerien, Nigeria, im Kongo, Tschad, Sudan, in Argentinien, Chile, Brasilien, Kolumbien, Bolivien, Mexiko, in Chiapas, auf Haiti, in Guantanamo, den USA.Solidarität kann nur die stärkste unserer Waffen sein, wenn sie keine Gegenleistung fordert.
    Wenn sie Branchen-, Nationalstaatliche- und Kulturelle Grenzen überwindet.
    Wenn sie ein Klassenbewusstsein hat.
    Hoch die Internationale Solidarität!
    Wir sind nicht alle – es fehlen die Gefangenen!
    [:en]A contribution of the IWW Innsbruck

    Repression against union work? Imprisonment of trade unionists?
    We know that in Austria, if at all, as historical anecdotes.
    Everything seems peacefully structured. There are forms and guidelines for everything – including strikes and labour disputes. And it goes like:
    Please tell the works council. They seek the permission from the ÖGB. Which, in turn, often refuses to go as far as they could, especially when the SPÖ is part of the government.
    And if this all is through, then please seek for a date which is convenient for the industry. Maybe in times of the annual trials for the collective agreement? That’s a momentum where the industry is expecting it 😉
    There is already a massive repressive momentum in conducting labour struggles this way – which is just not visible at first glance.
    The „pacified class war“, as especially SPÖ and ÖVP like to call it. The by them so-called „Burgfrieden“ („Castle Peace“)…No way!
    The years of Austro-fascism, Nazi-fascism and war in the 1930’s and 1940’s, have crushed a militant workers movement! Seventy years of social partnership have made the sustainable reconstruction of such a movement enormously difficult and repeatedly destroyed it. The annual trials for the collective aggreements should convey us that there are common interrests between the employing and the working class. But labour struggle is and remains class war! And this is not negotiable at round tables.
    That is why we as IWW have been building up structures in Austria for almost ten years now.
    As for the working class, class war is not once a year in the trials for the collective aggreements. For the working class – Class War is every fucking day! And it is not only related to the workplace. Which is why our understanding of an organization of the workers, naturally goes beyond the reality of the workplace.
    The trade union is us! The working class! Not the paid civil servants. They are henchmen of the opressive capitalist system!
    And this is why it is important to address today – on the international day of political prisoners:
    Being imprisoned for detention prior to depertation. Being imprisoned because you can not pay fines and administrative penalties. Being caught between several jobs that give you just enough money to live, and the care-work at home. Being trapped between authorities, shuffling responsibilities back and forth until you’re exhausted and burned-out, desperately fragmented. Being trapped in prison-like, isolated so-called „return centers“. Where you get forced daily to „go back to your country“, because you can not be legally deported.
    This is the daily reality of the working class in Austria!
    That’s why we are here today! In solidarity with all prisoners of the working class! In Austria and worldwide!
    Whether in the Philippines, India, China, Myanmar, Thailand, Azerbaijan, Turkmenistan, Georgia, Iraq, Iran, Afghanistan, Palestine, Syria, Armenia, Kurdistan, Diyarbakir, Turkey, Russia, the EU, Albania, Morocco, Algeria, Nigeria, Congo, Chad, Sudan, Argentina, Chile, Brazil, Colombia, Bolivia, Mexico, Chiapas, Haiti, Guantanamo, the USA.Solidarity can only be our strongest weapon if it does not demand something in return.
    When it crosses industrial, nation-state and cultural boundaries.
    If we have a class consciousness.
    Solidarity forever!
    We are not all – the prisoners are missing![:]

  • [:de]IWW Salzburg: Alleycat Ride for you rights[:]

    [:de]IWW Salzburg: Alleycat Ride for you rights[:]

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    Am 10.9 veranstalten wir in Salzburg gemeinsam mit dem
    Riders Collective das nächste Ride for your Rights Alleycat.
    Schnappt euch euer Rad und kommt vorbei! ✊ 🚴‍♀️🚴

    Alleycats sind Schnitzeljadgen auf dem Fahrrad, die auf eine spielerische Weise versuchen den Kurieralltag darzustellen. Ziel des Rennens ist es alle vorgegebenen Punkte, sogenannte Checkpoints, abzufahren um dort bestimmte Aufgaben zu lösen.
    Mit unseren Fight for your Rights Alleycats versuchen wir einerseits eine Plattform für Fahrradbot:innen zu schaffen um sich untereinander Auszutauschen andererseits wollen wir Bot:innen auf Ihre Rechte aufmerksam machen und zeigen was gemeinsames Organisieren am Arbeitsplatz alles möglich macht.
    Denjenigen die nicht in der Branche beschäftigt sind, soll mit unserem Alleycat der Arbeitsalltag und die derzeitige Situation der Bot:innen näher gebracht werden.
    Schnapp dir dein Fahrrad und schau am 10.9 um 18:30 ins Atelier in der Elisabethstraße 11 und fahr mit uns durch Salzburg.

    Alleycats are racing games on a bicycle, that try to replicate the daily working environment of bike messengers. The goal of the game is to reach all designated spots, so called checkpoints, where certain tasks have to be performed.
    With our Fight for your Rights Alleycats we want to create a platform for bike messengers to get togehter and exchange with each other. We also want to show messengers what rights they have and what benefits organising at work can have.

    It is also our goal to give everyone who is currenty not working in this branch an understanding of the current situation for bike messengers.

    Grab your bike and come on over to the Atelier Elisabethstraße 11 on the 10th of September at 6:30 pm and ride with us through Salzburg.

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  • [:de]Neue IWW Ortsgruppe gegründet[:]

    [:de]Neue IWW Ortsgruppe gegründet[:]

    [:de]In Vorarlberg hat sich eine neue Ortsgruppe der IWW gegründet. Ihr könnte unsere Fellow Worker nun auch direkt per Mail erreichen unter vlbg@iww.or.at. Keine Ortsgruppe in der Nähe? Eure Fellow Worker unterstützen euch beim Aufbau, einach melden.[:]

  • [:de]Staat, Polizei und die Verteidigung der Klasse[:]

    [:de]Staat, Polizei und die Verteidigung der Klasse[:]

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    Die aktuellen Repressionsschläge gegen Antifaschist*innen in Wien sollten, so unser Plädoyer, nicht zu einem Anrufen des Staates nach „mehr Gerechtigkeit“, ebenso wenig zu Zynismus oder Resignation führen, sondern uns als Teil der sozialen – auch antifaschistischen – Bewegungen zum Selbstschutz und zur Solidarität anregen.

    Die bürgerliche Demokratie ist ein Herrschaftsverhältnis; ihr Staat, ihre Justiz, ihre Polizei sind Instrumente der herrschenden Klasse zur möglichst reibungslosen Durchführung und Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktion. Es sollte deshalb also nicht empören (und trotzdem verärgern), wenn der Staat gegen Aktivist*innen und Organisierungen vorgeht, die (vermeintlich) genau sein Ziel zu sabotieren versuchen oder sich (völlig zu Recht) den Handlungsspielraum politischer Aktionen nicht vom Gesetzgeber einschränken lassen.

     

    A Cop is not a Comrade

    Auf unserer letzten Mitgliederversammlung beschlossen wir, mehr als symbolischen Akt denn als realistische Prävention, die kategorische Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft von Polizist*innen (und Justizwachen) in der IWW. Wir ziehen damit eine Linie, die aktuell speziell in den USA und eine Debatte um sogenannte Polizeigewerkschaften notwendigerweise von sämtlichen vernünftigen Fellow Workers gezogen wurde: die Tätigkeit als Polizeibeamte*r ist nun einmal, da hat die Landespolizeidirektion ausnahmsweise nicht Unrecht, tatsächlich „mehr als ein Beruf“. Wer aktiv entscheidet, sich als gewalttätiger Arm des bürgerlichen Staates in den Dienst des Erhalts kapitalistischer Verhältnisse zu stellen, ist prinzipiell kein Fellow Worker. Dass außerdem Korpsgeist, rassistische Denkmuster und nicht selten auch faschistische Einstellungen im Polizeiapparat weit verbreitet sind, belegen neben zahlreichen Studien auch die konkreten Erfahrungen von Obdachlosen, People of Color oder linken Aktivist*innen. Abseits einer emotional richtigen (und wichtigen) Antipathie gegen Polizeibeamt*innen braucht es auch das grundlegende Verständnis, dass die Polizei, wenn sich die Situation eines Tages zuspitzt, auf der anderen Seite der Barrikade stehen wird. Das tat sie historisch immer und wird sie immer tun, ist es doch ihr essentieller Zweck.

     

    Worin unsere Stärke besteht: Solidarität!

    Das Vorgehen von Polizei und Justiz gegen linke Bewegungen hinterlässt neben unmittelbaren Folgen, wie physische Verletzungen, Stress oder Jobverlust nicht selten auch langfristige Schäden wie psychische Traumata oder finanzielle Notlagen. Weil Solidarität die stärkste Waffe der Bewegung ist, weil sie den einzig gangbaren Weg aus der Vereinzelung ebnet und weil es der Hebel zur emanzipatorischen Veränderung ist, individuelle Probleme kollektiv zu bekämpfen, schufen sich bereits vor hundert Jahren Rechtshilfefonds, Hilfekassen und Vereine, wie die Rote Hilfe. Durch regelmäßige Spenden konnten so Anwaltskosten beglichen werden, ohne dass einzelne Genoss*innen in den finanziellen Ruin getrieben wurden. Vor wenigen Jahren hat sich in Wien die neugegründete Rote Hilfe bewusst in die Tradition ihrer gleichnamigen Vorgängerin der 1920er Jahre gestellt und verfolgt das Ziel, als strömungsübergreifende Solidaritätsorganisation einen wichtigen Beitrag zur Bewegung zu leisten. Seit mehr als einhundert Jahren arbeitet und wirkt die IWW nach ihrem Motto „an injury to one is an injury to all“. Die Solidarität mit kämpfenden Arbeiter*innen, ungeachtet ihrer juristischen „Schuld“, ist auch unsere politische Mission. Mit Nachdruck rufen wir deshalb all unsere Genoss*innen und Fellow Workers auf:
    Werdet Mitglied der Roten Hilfe Wien! Solidarity Forever!

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  • [:de]Reflexionen aus der Quarantäne – eine Nicht-Anleitung zum Überleben[:]

    [:de]Reflexionen aus der Quarantäne – eine Nicht-Anleitung zum Überleben[:]

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    Reflexionen aus der Quarantäne – eine Nicht-Anleitung zum Überleben

    veröffentlicht von der IWW Italia unter dem Titel Riflessioni dalla Quarantena am 30. März 2020.

     

    „Die Hoffnung ist kein Lottoschein, den du am Sofa sitzend fest umklammerst und dich glücklich fühlst. Die Hoffnung ist eine Axt, mit der du die Tür im Notfall durchschlagen kannst…“ – Rebecca Solnit

     

    Vorweg, ich, die das schreibt, habe Glück verglichen mit vielen anderen Personen: ich habe ein Haus, eine Arbeit, genügend Geld um Essen zu kaufen, ich kenne ausreichend Personen in meiner Stadt, die ich um Hilfe bitten könnte; ich bin in regelmäßigem Kontakt mit den Menschen, die ich liebe und lebe mit einem Menschen, der mich liebt und den ich liebe. Aus einem bestimmten Blickwinkel könnte man sagen, ich habe auch deshalb Glück, da mir mein Arbeitgeber erlaubt, in Sicherheit von zu Hause aus zu arbeiten und mir weiterhin Lohn zahlt.

     

    Und trotzdem.
    Und trotzdem finde ich mich oft weinend, in Angst oder großer Verzweiflung
    Und trotzdem habe ich oft schreckliche Albträume.
    Und trotzdem werde ich es langsam müde, weiterhin „produktiv“, „motiviert“ und „enthusiastisch“ zu sein, wie es der Arbeitgeber erwartet, während die Welt um mich herum zusammenbricht.
    Und trotzdem fällt es mir wirklich schwer, diese „Gelegenheit zu nutzen“, um endlich „all die Bücher zu lesen“ oder „die Serie auf Netflix anzuschauen, die ich schon lange sehen wollte“. Um mich zu „entspannen“, zu „entschleunigen“, mich „besser kennenzulernen“.

     

    Und deshalb.
    Und deshalb mache ich weiter, so gut ich kann.
    Und deshalb versuche ich so gut es geht, diese Gefühle zu akzeptieren, anstatt sie zu ignorieren oder mich schuldig zu fühlen.
    Und deshalb lese ich manchmal ein Buch oder schaue eine Serie. Aber wenn mir das nicht gelingt, weil ich zu unruhig bin, fühle ich mich sicher nicht schuldig.
    Und deshalb überwinde ich mich, wenn ich hinaus gehe, den Menschen zuzulächeln anstatt den Blick unten am Boden zu halten.
    Und deshalb helfe ich, so gut ich kann, schließe mich Solidaritäts-Gruppen an oder spende Vereinen, die Menschen in schwierigen Situationen helfen.
    Und deshalb beteilige ich mich an jenen Initiativen und Bewegungen, die dieser Tage entstehen, zwinge mich, weiter auf Hoffnung, Solidarität und Widerstand zu setzen, um eine andere Zukunft aufzubauen, so schwierig das in diesem Moment vorstellbar ist.

     

    „Man kann die Revolution nicht kaufen. Man kann die Revolution nicht machen. Man kann nur die Revolution sein. Sie ist in euch oder nirgendwo.“ – Ursula Le Guin

     

    Kunstwerke aus der Reihe What To Do In a Pandenic von Ricardo Levins Morales. Die Werke können für den nicht-gewerblichen Gebrauch kostenlos von seiner Internetseite heruntergeladen werden.

     

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  • [:de]Absage Infoabend Salzburg und 101 Training[:]

    [:de]Wegen der aktuellen Pandemie findet der Infoabend und die Filmvorführung in Salzburg nicht statt. Auch das 101 Training entfällt.

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  • [:de]Streiks im Sozialbereich: Streikgeld[:]

    [:de]Streiks im Sozialbereich: Streikgeld[:]

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    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, laufen aktuell Verhandlungen zum Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich mit dem Ziel, eine Arbeitszeitverkürzung auf 35h/Woche zu erkämpfen.
    In verschiedenen Betrieben wurden Streikbeschlüsse getroffen, sollte es bei der nächsten Verhandlungsrunde Anfang nächster Woche zu keiner Einigung kommen. In der Vergangenheit haben einzelne Betriebe im Vorfeld von Streiks ihren Angestellten gedroht, den Lohn für die Dauer des Streiks nicht zu bezahlen. IWW-Mitglieder bekommen nicht bezahlte Löhne aus dem Streikfonds ersetzt. Somit könnt ihr euch ohne Geldsorgen den Streiks anschließen.

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