Kategorie: Allgemein

  • SOLID! Ausgabe 2 2017 erschienen

    SOLID! Ausgabe 2 2017 erschienen

    Die 2. SOLID! (Flugschrift der IWW-Wien) für dieses Jahr ist nun erschienen.

    Aus dem Inhalt:

    • Solidarisch statt flexibel
    • Arbeitskämpfe bei VW
    • Proteste und wilde Streiks in Bulgarien
    • #Deliverunion
    • Einfühlsamkeit + Aktivismus = Solidarität
    • Vor 90 Jahren: Massaker in der Columbine Mine
    • Frank Little – vor 100 Jahren ermordet

    Die aktuelle Ausgabe könnt ihr euch hier runterladen, in ausgewählten Bibliotheken und Buchhandlungen zur freien Entnahme. Gerne schicken wir euch ein gedrucktes Exemplar kostenlos zu (Bestellung via E-Mail an wien@iww.or.at).

  • Stelllungnahme des GDC der IWW (NARA), zum faschistischen Anschlag in Charlottesvill (USA)

    Stelllungnahme des GDC der IWW (NARA), zum faschistischen Anschlag in Charlottesvill (USA)

    Folgend eine Stellungnahme des GDC zu dem faschistischen Anschlag in Charlottesvill (USA) in deutscher Sprache. Übersetzung durch das Kommunikationskomitee der IWW-Wien (GLAMROC). Rückfragen an: wien@iww.or.at.

    Nach dem Mord von Charlottesville müssen wir uns zusammenschließen, um uns und einander zu verteidigen.

    In Charlottesville, Virginia veranstaltete heute ein Bündnis verschiedener faschistischer Gruppierungen eine Kundgebung unter dem Motto „Vereint die Rechte!“, auf welcher sie einen weiteren Mord verübten. Ein Faschist fuhr sein Auto mit voller Geschwindigkeit gezielt in mehrere Fahrzeuge nahe der antirassistischen Gegendemonstration und machte diese zu einer auf die Protestierenden gerichteten Waffe. Dabei starb eine 32-jährige Frau und viele weitere Personen wurden verletzt.

    Wir sind entsetzt, aber nicht überrascht über die anwachsende politische Gewalt der „Alt-Right“-Bewegung und anderer faschistischer Gruppen im ganzen Land. Der heutige Mord war kein Einzelfall, sondern der letzte in einer Reihe gewalttätiger faschistischer Angriffe und Morde. In Seattle war ein Mitglied der IWW/GDC angeschossen, in Portland zwei Personen durch Messerstiche getötet und in Minnesota kürzlich ein Bombenanschlag auf eine Moschee verübt worden.

    Faschismus ist eine tödliche Bedrohung für uns alle. Wir kommen nicht drum herum, dem entgegenzutreten. Politiker*innen, die Polizei und Universitäten werden uns nicht retten. Und auch keine Wahlen. Wie immer unterstützte und schützte die Polizei die Faschist*innen, ließ Gewalt gegen die Gegendemonstrant*innen zu bzw. wirkte dabei mit. Universitätsbedienstete weigerten sich, Studierende und Andere durch das Sicherheitspersonal vor einer Bande hunderter Faschist*innen zu schützen.

    Das General Defense Committee (Allgemeines Verteidigungskomitee) ruft alle Menschen, die das Leben, die Freiheit und die Würde der Menschen wertschätzen, auf, sich dem Kampf gegen den Faschismus auf jede ihnen mögliche Weise anzuschließen. Unterstützt die Überlebenden und die Angehörigen der Ermordeten mit Geldspenden. Sprecht mit euren Familien und Freund*innen, euren Arbeitskolleg*innen, euren Nachbar*innen und entwickelt einen Weg, dem faschistischen Hass direkt und konkret entgegenzutreten, wo auch immer er zum Vorschein kommt. Wenn du kannst, schließe dich dem nächsten General Defense Committee oder einer anderen antifaschistischen Gruppe an.

    Dies könnte der Beginn einer neuen Phase im Kampf gegen den Faschismus sein. Wir müssen den vor uns liegenden Herausforderungen ins Auge blicken, uns wehren und die Faschist*innen besiegen. Wir müssen einander verteidigen. Wir alle sind dazu aufgerufen.

    Ein Angriff auf eine(n) ist ein Angriff auf alle!

    Das General Defense Committee (GDC) der Industrial Workers of the World (IWW).

  • Cartoon „Geschichte der IWW 1905-1924“

    Den Cartoon “ A cartoon history of the IWW (1905-1924)“, in englischer Sprache aus dem Jahr 1993 könnt ihr euch hier downloaden (Achtung 30MB Datei) oder online Lesen.

  • Bis zu 75 Jahre Haft für Gewerkschafter*innen!

    Bis zu 75 Jahre Haft für Gewerkschafter*innen!

    Brief der J20 Defense Campaign des Mid-Atlantic General Defense Kommittees der Industrial Workers of the World.

    (Übersetzung der IWW-Wien | staging.iww.or.at/)

    Am 20. Januar 2017 gingen Tausende in Washington D.C. auf die Straße, um gegen die Angelobung Donald Trumps als Präsident zu protestieren. Während einer der vielen Protestmärsche, die an diesem Angelobungstag stattfanden, zeigte die Metropolitan Police von D.C. der Welt, auf welche Art sie vorhatte, in Zukunft mit Widerspruch umzugehen: Kurz nach Beginn des Protests wurden hunderte Protestierende mit Pfefferspray, Gummigeschossen und Gummiknüppeln angegriffen. Die Polizei kesselte über 200 Personen stundenlang ein und verhaftete sie im Anschluss. Die Mobiltelefone von allen Verhafteten wurden als Beweismittel konfisziert und durchsucht. Bei der Entlassung wurde ihnen eine Anklage wegen Ausschreitungen überreicht. Monate später legte der US Bundesstaatsanwalt nach und erhob Anklage wegen acht weiterer schwerer Verbrechen, unter anderem „Verschwörung zu Ausschreitungen“. Die Protestierenden sind mit Strafmaßandrohungen von bis zu 75 Jahren Haft konfrontiert – alles für die Teilnahme an einer Demonstration.

    Unter den Verhafteten waren über zwei Dutzend Mitglieder unserer Gewerkschaft, der Industrial Workers of the World und des für Rechtshilfe und Gemeinwesenarbeit zuständigen angegliederten IWW General Defense Kommittees (GDC). Als IWW und GDC wenden wir uns nicht ab von unseren Mitgliedern, sondern unterstützen ihr Recht, ihre politischen Standpunkte in Form von Protesten und Demonstrationen auszudrücken. Dies entspricht einer Tradition in unserer Gewerkschaft, die bis zu den Kämpfen für freie Meinungsäußerung des frühen 20. Jahrhunderts zurückreicht.

    Seit den Verhaftungen haben die Staatsanwälte und die Polizei von D.C. eine Welle der Repression entfacht, die einem verstörenden Muster folgt und auch spezifisch gegen Mitglieder der IWW und des GDC gerichtet ist. So wurden Mitgliedskarten und Buttons als Beweise beschlagnahmt. Monate nach dem Protest wurde gegen drei Personen (zwei davon bekannte Mitglieder der IWW Ortsgruppe in D.C.) Haftbefehl wegen Verschwörung zu Ausschreitungen erlassen. Bevor diese Haftbefehle ausgestellt wurden, hatte das Büro des Staatsanwalts verlautbart, dass es separate Verfahren für verschiedene Gruppen geben würde. Einschließlich einer Gruppe, die fast ausschließlich Angeklagte umfasst, die Mitglieder der IWW oder GDC sind. Auch wenn sie dies nicht öffentlich zugeben werden, ist es offensichtlich, dass die städtischen Staatsanwälte von Washington D.C. die Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft als Beweis für eine kriminelle Handlung verwenden werden.

    Dies ist nicht das erste und höchstwahrscheinlich nicht das letzte Mal, dass die IWW ins Visier der Repression genommen wird. Der Angriff auf Protestierende in D.C. ist Teil eines größeren Versuchs, Widerstand von Arbeiter*innen und Ausgegrenzten zu kriminalisieren und zum Schweigen zu bringen. D.C. ist nur einer von über einem Dutzend Staaten, die versuchen, Widerstand durch ihre Gesetzgebung und rigoros harte Strafen zu unterdrücken. Dies ist kein Zufall. Die Mächtigen wollen, dass Aktivist*innen und Organisationen Angst davor haben, gegen die Politik Trumps zu protestieren.

    Die Arbeiter*innenbewegung kann keinen Erfolg haben, wenn Gewerkschaftsmitglieder wie Kriminelle behandelt werden, wenn sie gegen gewerkschafts- und arbeiter*innenfeindliche Politik und Politiker*innen protestieren. Keine soziale Bewegung kann in derart repressiven Umständen tätig sein. Wir sind immer dem Prinzip gefolgt „Ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle“. In diesem Sinn rufen wir unsere Freund*innen und Verbündete in der Arbeiter*innen-Bewegung und in verbündeten progressiven oder linken Gruppen auf, diesen Brief zu verbreiten und den folgenden Antrag in ihren lokalen Gewerkschaften oder Organisationen zu behandeln:

    Wir sind tief besorgt über die rigorose Repression gegen alle Demonstrant*innen, die am 20. Januar 2017 ihre im ersten Zusatzartikel der Verfassung garantierten Rechte in Washington D.C. wahrgenommen haben und dafür angeklagt wurden. Wir unterstützen die Forderung, alle Anklagen gegen Protestierende fallen zu lassen. Zudem erklären wir uns bereit:

    1. info@midatlanticGDC.com zu kontaktieren, um den Namen unserer Organisation zu den Unterstützer*innen dieses Briefs anzufügen. Der Brief ist auf http://www.midatlanticgdc.com/letter abrufbar.

    2. Dass wir in angemessenen individuellen Beiträgen auf den Kanälen unserer Organisation in den verschiedenen Sozialen Medien unsere Unterstützung für diesen Brief ausdrücken.

    3. Dass wir die zuständigen Beamten oder Personen auffordern, eine Unterstützungserklärung für dieses Anliegen an den Bundesstaatsanwalt zu schicken: United States Attorney’s Office, ATTN: Channing Phillips, 555 4th Street NW, Washington, DC 20530

    4. Unsere Mitglieder zu ermutigen, sich an der Unterstützung der Angeklagten über die Webseiten www.defendj20resistance.org und www.midatlanticGDC.com zu beteiligen.

  • Segensreiche Sozialpartnerschaft

    Segensreiche Sozialpartnerschaft

    ÖGB und GPA-djp können sich nicht so ganz entscheiden, wie toll der jahrzehntelange Klassenfriede nun wirklich ist (mehr …)

  • Anarchistische Buchmesse Yppenplatz

    Anarchistische Buchmesse Yppenplatz

    Zwei Tage mit Sonnenschein und am Schluss mit einem gewaltigen Wolkenbruch am Yppenplatz. Interessante Gespräche, neue Kontakte und viele neue Infos wurden an unserem Infotisch auf der anarchistischen Buchmesse ausgetauscht.

  • 1. Mai 2017…

    1. Mai 2017…

    Es war ein schöner 1. Mai mit Sonnenschein, fliegenden Fahnen und vielen interessanten Gesprächen an unserem Infostand im Sigmund-Freud-Park in Wien. Voller Frühlingselan gehts jetzt in die nächsten Kämpfe! Hier ein paar Eindrücke:

  • Solid erschienen

    Die erste Ausgabe der SOLID, Flugschrift der IWW-Wien ist erschienen. Ihr könnt sie runterladen, online lesen und auf Wunsch schicken wir auch gerne ein oder mehrere Exemplare kostenlos zu. Schreibt uns dazu einfach ein E-Mail an: wien@iww.or.at

    Hier geht es zur online Version: SOLID1_2017

  • Kuriere organisieren sich

    Ein Beitrag über die Betriebsratsgründung bei Foodora in Österreich in der Jungen Welt, 18.04.2017.

    Hier ein Auszug:

    In Österreich hat die IWW ebenfalls vor einigen Wochen eine zusätzliche Foodora-Kampagne gestartet, die sich vor allem an die »freien« Kuriere richtet. Denn die nun in Wien gegründete Beschäftigtenvertretung ist unter arbeitsrechtlicher Sicht nur für die Festangestellten zuständig. Diese machen dort laut Medienberichten jedoch lediglich ein Drittel der Belegschaft aus. Etwa 200 Fahrer arbeiten auf Basis freier Dienstverträge.

    Genau hier sehen die Aktivisten der Basisgewerkschaft ihre Aufgabe. »Uns interessiert das Wohl aller Kuriere – ob angestellt oder sogenannte freie Dienstnehmer«, sagte ein Sprecher der IWW Wien vergangene Woche gegenüber jW, »sollte sich der Betriebsrat um letztere nicht kümmern, so finden diese in uns einen Ansprechpartner. Wir unterstützen alle dabei, sich selbst zu organisieren und für Verbesserungen zu kämpfen – mit oder ohne Kollektivvertrag.«

  • Flyer Deliverunion

    Flyer Deliverunion

    In den nächsten Wochen werden Flyer, die auf den Fragebogen zu den Arbeitsbedingungen bei Foodora, Uber Eats, etc. verweisen verteilt. Ihr könnt den Flyer gerne unter deliverunion@iww.or.at oder wien@iww.or.at kostenlos bestellen. Wenn ihr ihn verteilen wollt, schreibt uns einfach, wie viele Exemplare ihr gerne hättet.