{"id":271,"date":"2016-09-27T12:13:50","date_gmt":"2016-09-27T10:13:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iww.or.at\/?p=271"},"modified":"2016-09-27T17:47:24","modified_gmt":"2016-09-27T15:47:24","slug":"pirker-macht-kassa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iww.or.at\/en\/allgemein\/pirker-macht-kassa\/","title":{"rendered":"Pirker macht Kassa"},"content":{"rendered":"<p><strong>CEO und Mehrheitseigent\u00fcmer Horst Pirker hat mit der Ausschlachtung der \u201eVerlagsgruppe News\u201c begonnen<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Wer sich im Juni dar\u00fcber gewundert hat, warum der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u201eVerlagsgruppe News\u201c (VGN), Horst Pirker, die Anteile des deutschen Verlags Gruner+Jahr gekauft hat, wei\u00df nun: der Mann hat einen Plan.\u00a0Pirker informierte am Montag, 26.9., die VGN-Mitarbeiter per Mail \u00fcber die bevorstehenden Umstrukturierungen in dem Unternehmen, das derzeit mit zw\u00f6lf Magazinen (darunter <i>News<\/i>, <i>Profil<\/i>, <i>Trend<\/i>, <i>TV-Media<\/i>, <i>Woman<\/i>) den \u00f6sterreichischen Zeitschriftenmarkt beherrscht. Dabei stimmte er die alte Leier an: Wegen Digitalisierung und Umbr\u00fcchen in der Medienlandschaft brachen die Verk\u00e4ufe von Heften und Anzeigen ein, deshalb muss nun \u201egespart\u201c werden. Und wo? Bei seinem Gehalt? Nein: Beim Personal. Weil: \u201eKosten senken hei\u00dft \u2013 gerade in einem Medienunternehmen \u2013 dass die Personalkosten gesenkt werden m\u00fcssen, weil sie einen gro\u00dfen Teil der Gesamtkosten ausmachen\u201c, so Pirker in dem Schreiben, dass der IWW Wien zugespielt wurde.<\/p>\n<p>Was Pirker in dem Schreiben an die VGN-Angestellten allerdings nicht sagt \u2013 sehr wohl aber gegen\u00fcber den Medien erl\u00e4uterte \u2013 ist Folgendes: die Einnahmen und Ausgaben der Verlagsgruppe News sind bereits jetzt stabil. F\u00fcr 2017 erwartet der Mehrheitseigent\u00fcmer und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Pirker sogar eine \u201epositive Entwicklung\u201c, sprich schwarze Zahlen, sprich Gewinne. Und trotzdem will er jetzt ein F\u00fcnftel der freien und angestellten Mitarbeiter loswerden. Das kann nur einen Grund haben: Pirker will nicht einfach eine \u201epositive Entwicklung\u201c, er will ordentlich die Kassa klingeln h\u00f6ren. Immerhin hat er vor ein paar Monaten ein paar Millionen Euro f\u00fcr die Anteile von Gruner+Jahr auf den Tisch gelegt \u2013 das muss sich jetzt f\u00fcr ihn rentieren.<\/p>\n<p>Eine gar nicht so gewagte Prognose: Pirker \u2013 der auch blumig von der neu zu erringenden \u201eRelevanz\u201c der VGN-Magazine schwafelt \u2013 k\u00fcrzt in den kommenden Monaten so weit, dass einige Magazin-Titel nicht mehr funktionieren werden, andere Titel durch die K\u00fcrzungen ordentliche Einnahmen generieren werden. Dann verkauft er die gewinnbringenden Titel zu wahnwitzigen Preisen an einen anderen Verlag, dessen CEO\u2018s ebenfalls keine Ahnung von Journalismus, aber\u00a0daf\u00fcr umso gr\u00f6\u00dfere\u00a0Euro-Zeichen in den Augen haben. Auf der Strecke bleiben werden\u00a0dabei erneut Teile der \u201eGesamtkosten\u201c in Gestalt der Angestellten und freien MitarbeiterInnen des Medienunternehmens &#8211; wenn sie sich nicht bereits jetzt energisch gegen die geplanten Umstrukturierungen zur Wehr setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>IWW Wien, X362256<\/em><\/p>\n<p>Foto: Screenshot von vgn.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CEO und Mehrheitseigent\u00fcmer Horst Pirker hat mit der Ausschlachtung der \u201eVerlagsgruppe News\u201c begonnen Jetzt ist die Katze aus dem Sack. 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