{"id":2102,"date":"2009-06-30T09:35:26","date_gmt":"2009-06-30T07:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/iwwaustria.wordpress.com\/?p=57"},"modified":"2009-06-30T09:35:26","modified_gmt":"2009-06-30T07:35:26","slug":"der-kampf-um-tarifvertrage-der-kampf-um-das-organisationsrecht-der-arbeiterinnen-auserhalb-von-staatstragenden-gewerkschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iww.or.at\/en\/allgemein\/der-kampf-um-tarifvertrage-der-kampf-um-das-organisationsrecht-der-arbeiterinnen-auserhalb-von-staatstragenden-gewerkschaften\/","title":{"rendered":"Der Kampf um Tarifvertr\u00e4ge, der Kampf um das Organisationsrecht der ArbeiterInnen au\u00dferhalb von staatstragenden Gewerkschaften."},"content":{"rendered":"<p>Der aktuelle Kampf der FAU-Berlin, im Kino Babylon, welches von Geldern der Stadt finanziert wird, zieht weite Kreise nach sich. So werden Verhandlungen der Gesch\u00e4ftsleitung des Kinos mit der Begr\u00fcndung abgeblockt, dass die FAU nicht tariff\u00e4hig sei, aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe und nicht fl\u00e4chendeckenden Verbreitung, im Vergleich zum DGB. Diese Problematik betrifft nicht nur die FAU in Berlin, sondern auch alle anderen kleineren Gewerkschaften. Die IWW in Deutschland unterst\u00fctzt diesen Kampf. Es wird hier nicht nur ein Kampf f\u00fcr bessere L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen ausgefochten, sondern auch das Recht auf Selbstorganisation von ArbeiterInnen. Diese Problematik betrifft auch die in \u00d6sterreich lebenden ArbeiterInnen. Da auch in \u00d6sterreich, mehr noch als in Deutschland, ein quasi Monopol des \u00d6GB vorherrscht und fl\u00e4chendeckende Kollektivvertr\u00e4ge ausgehandelt werden. Aber eines wird hierbei manchmal \u00fcbersehen, n\u00e4mlich, dass die Kollektivvertr\u00e4ge, wie auch Arbeitsgesetze nicht die obere Grenze der Arbeitsbedingungen festschreiben, sondern nur die untere Grenze. Also: <span style=\"text-decoration:underline;\">Mehr geht immer!<\/span><\/p>\n<p>Das Argument: \u201eIhr seid nicht tariff\u00e4hig\u201c, ist nur eine fadenscheinige Ausrede. Kein Gesetz verbietet es den Bossen die ArbeiterInnen in ihrem Betrieb besser zu behandeln, dazu braucht es keine Bundesweite \u201eTariff\u00e4higkeit\u201c. Es ist nur ein Argument, welches von der Gesch\u00e4ftsleitung eingebracht wird, da sie sich pl\u00f6tzlich mit einer Gewerkschaft konfrontiert sehen, welche die Interessen der ArbeiterInnen vertritt und nicht die der Bosse.<!--more-->Wir w\u00fcnschen der FAU-Berlin und der Babylon-Betriebsgruppe f\u00fcr Ihren weiteren Kampf alles Gute und viel Erfolg.<\/p>\n<p>Folgend nun ein Artikel \u00fcber den aktuellen Arbeitskampf der FAU-Betriebsgruppe im Kino Babylon Berlin:<\/p>\n<p><strong>Kino Babylon Berlin: Kampf um Tarifvertrag!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kino-ArbeiterInnen einer FAU-Betriebsgruppe k\u00e4mpfen um mehr Geld und bessere Arbeitsbedinungen. Es geht auch um die Freiheit der gewerkschaftlichen Selbstorganisation in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des hochsubventionierten Arthouse-Kinos am Rosa-Luxemburg-Platz weigern sich, einen Tarifvertrag zu verhandeln, weil sie die Gewerkschaft FAU als nicht tariff\u00e4hig einstufen. Skurriler Weise begr\u00fcnden sie diese Haltung auch mit der Erw\u00e4hnung der Freien ArbeiterInnen Union im Verfassungsschutzbericht.<\/p>\n<p>Seit Anfang Juni 2009 sind daher die Kino-ArbeiterInnen im Babylon-Kino und ihre Gewerkschaft im versch\u00e4rften Konflikt mit der Gesch\u00e4ftsleitung des Babylon. Unruhe gibt es in dem Laden allerdings schon seit \u00fcber einen Jahr. Am 25. Juni 2009 f\u00fchrte die FAU-Berlin eine Protest-Kundgebung mit ca. 60 Personen vor dem Kino durch.<\/p>\n<p><strong>Berliner Filz &#8211; Woher kommen die Babylon-Subventionen? <\/strong><\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk verdient die m\u00f6gliche Verfilzung der Babylon Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Timothy Grossmann und Tobias Hackel mit dem linken Senat in Berlin, durch den sie gef\u00f6rdert werden. Es gibt Vermutungen, dass die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer ihre allj\u00e4hrlichen Subventionen f\u00fcr das Kino weniger durch unternehmerisches Geschick denn durch linke Seilschaften sichern. Es fragt sich daher, wie besonders die Partei DIE LINKE zu dem Arbeits-Konflikt steht, die sich stets als arbeitnehmerfreundlich und sozial zu positionieren versucht. Die Parteizentrale der Berliner Linkspartei befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Kino. <em>(Das Babylon-Kino ist in der Rosa-Luxemburg-Stra\u00dfe, w\u00e4hrend die LINKE im Karl-Liebknecht-Haus residiert &#8211; soviel auch zum Thema Verfassungsfeinde und Vaterlandsverr\u00e4ter: Die beiden Kriegsgegner und Spartakisten waren im 1. Weltkrieg wegen ihrer Meinungs\u00e4u\u00dferungen im Gef\u00e4ngnis und wurden 1919 von rechtsradikalen Freikorps ermordet. H\u00e4tte es damals schon einen Verfassungsschutz gegeben, h\u00e4tten Luxemburg und Liebknecht ganz oben auf der Observations-Liste gestanden.)<\/em><\/p>\n<p><strong>Was macht eigentlich ver.di? <\/strong><\/p>\n<p>Auch sickert durch, dass sich die Alternativ-Unternehmer des Babylon von Funktion\u00e4ren der <span style=\"font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&quot;\"><!--[if !vml]--><!--[endif]--><\/span>Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beraten lassen sollen, wie sie den Konflikt am besten h\u00e4ndeln k\u00f6nnten. Ver.di hat anscheinend den Ehrgeiz, das br\u00f6ckelnde und inw\u00e4ndig hohle Monopol der Massengewerkschaft auf die Vertretung und Regulierung von ArbeiterInnen auch am Rosa-Luxemburg-Platz zu verteidigen. Den Arsch, auch kleinere Betriebe zu organiseren, kriegt ver.di allerdings schon lange nicht mehr hoch. Die Kosten-Nutzen-Quote f\u00e4llt f\u00fcr ver.di deutlich zu negativ aus (errechnet aus zu erwartendenen Mitgliedsbeitr\u00e4gen im Betrieb geteilt durch die notwendigen Arbeitsstunden der Funktion\u00e4re). Der \u00fcberdehnte Apparat des Scheinriesen ver.di ist bei Licht betrachtet gar nicht mehr in der Lage einen Konflikt zu f\u00fchren, wie ihn die selbstorganisierte FAU Berlin nun am Beispiel Babylon angefangen hat.<\/p>\n<p>Die FAU-Betriebsgruppe ruft alle engagierten GewerkschafterInnen (logischerweise auch alle Wobblies) in Berlin und Umgebung auf, sie beim Konflikt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>ArbeiterInnen und GewerkschafterInnen aus anderen St\u00e4dten sind angehalten, via Telefon, Fax, e-Mail zu protestieren. Hier die Kontaktdaten der Babylon Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung:<\/p>\n<p><em>Neue Babylon Berlin GmbH<br \/>\nTimothy Grossman \/ Tobias Hackel<br \/>\nRosa-Luxemburg-Str. 30<br \/>\n10178 Berlin<\/em><\/p>\n<p><em>&#x74;&#x67;&#x72;&#x6f;&#x73;&#x73;&#x6d;&#x61;&#x6e;&#x40;&#x6b;&#x69;&#x6e;&#x6f;&#x75;&#x6e;&#x64;&#x6b;&#x6f;&#x6e;&#x7a;&#x65;&#114;&#116;&#101;&#46;&#100;&#101;<br \/>\n&#104;&#x61;c&#107;&#x65;l&#64;&#x62;a&#x62;&#x79;&#108;&#x6f;n&#98;&#x65;r&#108;&#x69;n&#x2e;&#x64;&#101;<br \/>\n&#109;&#x69;&#x6b;&#97;&#x74;&#x40;b&#x61;&#x62;y&#108;&#x6f;n&#98;&#x65;r&#108;&#x69;n&#46;&#x64;e<\/em><\/p>\n<p><em>Fax: 030-24 727 800<br \/>\nTel: 030-24 727 804 <\/em><\/p>\n<p>Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/prekba.blogsport.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Seite der FAU-Betriebsgruppe Babylon Berlin<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der aktuelle Kampf der FAU-Berlin, im Kino Babylon, welches von Geldern der Stadt finanziert wird, zieht weite Kreise nach sich. 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